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WZ 20.02.2021

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Giengen und Heidenheim:

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SAMSTAG, 20. Februar 2021 31 ABC-Schützen im Homeschooling Erstklässler in Sontheim lernen per Unterrichtsvideos, es gibt Abhol- und Abgabetage für Aufgaben und Arbeitsmaterial Sontheim an der Brenz. Stolz hält eine Erstklässlerin freudestrahlend ihr Homeschooling-Zeugnis am Freitag vor den Faschingsferien in der Hand. Auf der Vorderseite ist ihr Foto mit Ihrem Namen und der Begriff „Homeschooling-Zeugnis“ abgebildet. Es ist Abgabetag an der GWRRS in Sontheim an der Brenz. Im Eingangsbereich der Grundschule befinden sich am Aufgang des Treppenhauses nebeneinander ein Abholbehälter für neue Arbeitsmaterialien für die jeweils nächste Woche und ein Abgabebehältnis für getätigte Schulaufgaben. Die Wochenenden der Grundschullehrerinnen Sandra Kalb (1b) und Meike Schlumpberger (1a) sind derzeit erfüllt mit Aufgabenkorrekturen und der gemeinsamen Planung der jeweils übernächsten Woche der Unterrichtseinheiten für die Grundschüler zuhause und die Schüler in der Notfallbetreuung. Eine begeisterte Mutter berichtet von den täglichen ein bis zwei, etwa 20-minütigen Unterrichtsvideos für die Sontheimer ABC-Schützen, die Sandra Kalb und Meike Schlumpberger zweimal wöchentlich gemeinsam drehen. Per E-Mail werden diese jeweils am Vorabend an die Schülereltern versandt. » Entscheidung für Video-Homeschooling „Für uns war ziemlich schnell klar, An der GWRRS in Sontheim an der Brenz gelingt Homeschooling mit gemeinsamem Engageme nt. Fotos: Daniela Stängle dass wir für unsere Erstklässler versuchen müssen, so präsent wie möglich zu sein,“ sagt Sandra Kalb, Grundschullehrerin der Klasse 1b an der GWRRS Sontheim/Brenz. „Uns war bei den Unterrichtsvideos wichtig, so viele Sequenzen wie möglich im Klassenzimmer abzuhalten, um den Kindern das schulische Umfeld zu bieten, damit sie Lernen in der Schule und Homeschooling verknüpfen können. Die Kinder müssen in dieser Phase wirklich abgeholt werden.“ Denn die Lernsituation zuhause befinde sich ja mitten in Spielsachen, die ablenken können. Zudem komme, dass sich die Grundschüler in der Anfangsphase des Schülerseins befänden. „Die Erstklässler waren erst knappe drei Monate in der Schule, als das Homeschooling begann,“ erklärt Meike Schlumpberger. „Die Erstklässler lernen gerade erst, wie man sich als Schüler verhält. Anfangs haben wir vor dem Unterrichtsstoff in Deutsch, Mathe und Sachunterricht per Video zuerst den Tagesablauf mit den Kindern gemeinsam strukturiert – morgens aufstehen, frühstücken.“ » Der Unterricht per Video Jedes Unterrichtsvideo beginnt mit einer Begrüßung, abwechselnd in einem der beiden Klassenzimmer. Der Tagesplan wird vorgestellt und die beiden Sympathieträger Flex und Flora (Handpuppen vom Deutschlehrwerk) treten als Rahmenprogramm in Erscheinung. Flora ist die Zurückhaltende, Kluge, die sich alles zuerst gut überlegt. Flex ist der Frechdachs, der Flexible, der den Kopf voller Flausen hat. Aus den Rückmeldungen der Kinder und Eltern lassen sich Sandra Kalb und Meike Schlumpberger kleine anekdotische Unterhaltungen zwischen Flex und Flora einfallen, die den Homeschooling-Alltag zuhause abbilden. „Die Kinder fragen uns in der wöchentlichen Videokonferenz zuerst, wie es Flex und Flora geht, nicht wie es uns geht,“ lacht Meike Schlumpberger. Der Aufhänger ist ein voller Erfolg und inspiriert die beiden Lehrerinnen selbst zu ständig neuen Ideen beim Videodreh. Zweimal wöchentlich wird aufgenommen. An der Tafel und an der Buchstabenwand werden neue Laute und Buchstaben fürs Alphabet gelernt. Einführung, Wiederholung, Vertiefung. Durch eine von den Lehrerinnen gebastelte Vorrichtung für Handyvideos können die Schülerinnen und Schüler den handschriftlichen Umgang mit dem Arbeitsbuch mitverfolgen. In Mathe zum Beispiel lernen sie, wie ein Hefteintrag sukzessiv aufgebaut wird. Zeilen beginnen immer in derselben Reihe, sauber untereinandergeschrieben. Die Lehrerinnen erinnern an die Pause und die Aufgaben, die nach dem Video am besten direkt im Anschluss zu erledigen sind. Der Tagesablauf bleibt nach wie vor Thema der Videos. „Wir unterstützen die Eltern, indem wir in den Lehrvideos Anweisungen zum Lernen geben. Die Eltern müssen noch genug Energie aufbringen, alleine um den Kindern das Angebot zugänglich zu machen.“ » Unterstützung und Grenzen Der Vorteil der Lernvideos, die zuerst nur zur Erklärung neuer Inhalte gedacht waren, besteht beispielsweise darin, dass die Kinder die Videos zur Wiederholung mehrmals ansehen können. Auch der Kontakt zu den Eltern und Schülern gestaltet sich in den beiden Klassen seit der Schulschließung intensiver und geschieht über E-Mail, die schul.cloud, telefonisch und wöchentliche Videokonferenzen in Kleingruppen. Wochenpläne mit Tageseinteilungen erhalten die Familien immer sonntags mit Aufgaben in den Fächern Deutsch, Mathe, Sachunterricht; Sport, Kunst und Werken und Musik werden als Auflockerungseinheiten eingebaut. Montags holen Eltern und Schülern Lernpakete und korrigierte Aufgaben ab. Die Sontheimer Erstklässler haben fast alle Zugang zu PC, Laptop oder Tablet. Sehr wenige verfolgen die Unterrichtsvideos über Handy, da sie bisher kein anderes Endgerät zur Verfügung gestellt bekommen konnten. Über die Soforthilfe haben Meike Schlumpberger und Sandra Kalb veranlasst, dass Eltern Tablets für die Kinder beantragen, die ohne angemessenes Endgerät zu Hause lernen. Nach den Faschingsferien soll eine zweite Tablet-Lieferung eintreffen, die jeden Tabletbedarf abdecken wird. „Wir können den Familien auch zum Beispiel nicht abnehmen, dass sich die Kinder hinsetzen und lernen,“ sagt Meike Schlumpberger. „Man kann trotz der Lernvideos nicht alles auffangen.“ Den beiden Grundschullehrerinnen Meike Schlumpberger und Sandra Kalb ist wichtig, nicht als Vorzeigeideal gelten zu wollen. „Unser Ansatz ist nicht der einzig richtige,“ sind sich die beiden Lehrerinnen einig. „Für jede Klasse müssen Lehrer individuell entscheiden, was die Klasse braucht, was passt; wie sich der Kontakt zu Schülern und Eltern gestaltet.“ Der Dank der Lehrerinnen geht an die sehr engagierten Eltern. „Nur durch die konstruktiven Rückmeldungen, mit denen Eltern uns unterstützen, und auch dass wir als Kolleginnen in gutem Einvernehmen arbeiten, konnte sich das so entwickeln. Wir entwickeln uns durch die intensive Zusammenarbeit methodisch und didaktisch enorm weiter.“ » Elterndank Begeisterte Eltern der beiden Erstklässlerklassen an der GWRRS haben die WochenZeitung auf das Video-Homeschooling in Sontheim an der Brenz aufmerksam gemacht. Die Elternschaft bedankt sich bei den Lehrerinnen Sandra Kalb und Meike Schlumpberger für ihr Engagement für die Schulkinder und die konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern. dast

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