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WZ 17.09.2022

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SamStag, 17. September

SamStag, 17. September 2022 2 Liebe Leserinnen und Leser, liebe Inserenten und Freunde, mokratie lebenswert macht, basiert darauf. Aber die Freiheit ist in Gefahr. Die Nichtregierungsorganisation „Freedom House“ sieht im sechzehnten Jahr in Folge einen Rückgang der Demokratie. Im vergangenen Jahr haben sich 60 Länder verschlechtert und nur 25 verbessert. Der Demokratie-Index des „Economist“ stellt für das Jahr 2021 fest: Nur noch 45,7 Prozent der Menschen weltweit leben in einer Demokratie. Die Freiheit ist objektiv weltweit auf dem Rückzug. Das ist alarmierend. Für mich bedeutet Freiheit vor allem der Schutz vor Autokratie und Diktatur. Also eben Willkür. Und natürlich geht eine erwachsene Form von Freiheit immer mit Verantwortung einher. Und Auszüge aus der Rede des scheidenden BDZV Präsidenten möchte ich heute zum Thema machen. Aus diesem Grund habe ich einen Teil der Rede in Bezug auf unsere Freiheit hier eingefügt. Es gibt einfach nichts Wichtigeres als auf unsere Freiheit aufzupassen. Sie wurde hart und unter Verlust von Menschenleben erkämpft. „BDZV-Kongress 2022: Scheidender Präsident Mathias Döpfner zur Situation und Zukunft der Zeitungsbranche „Die Freiheit ist objektiv weltweit auf dem Rückzug.“ Dieses bittere Fazit zieht der scheidende Präsident des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), Dr. Mathias Döpfner, zugleich Vorstandsvorsitzender Axel Springer SE (Berlin), anlässlich der Jahrestagung der Branche heute in Berlin. „Das ist alarmierend.“ Womit wir beim Kern und Thema dieses Kongresses wären: „Was ist uns die Freiheit wert?“ Freiheit ist der Kompass, der mich durch mein Leben leitet. Freiheit, Medienfreiheit, Meinungsfreiheit, Freihandel, freie Marktwirtschaft, freie Gedanken, Rechtsstaat und Menschenrechte – vieles, was unsere Gesellschaft, unsere De- das bedeutet ganz konkret auch: Die Verantwortung jeden Bürgers, sich für eine offene und liberale Gesellschaft einzusetzen. Was uns Freiheit wert ist, merken wir oft erst, wenn sie nicht mehr da ist. Erst haben die Maßnahmen gegen die Pandemie weitgehende Eingriffe in unser Leben bedeutet. Bei uns zwar weniger extrem als beispielsweise in China. Oder auch in Ungarn. Und dennoch: Die Pandemie war auch bei uns so etwas wie ein Booster für die Feinde der Freiheit. Viel offensichtlicher waren und sind die Attacken auf die Freiheit in der Ukraine, wo Wladimir Putin einen Eroberungskrieg führt. Die schlimmsten Folgen dieses Krieges sind natürlich das Leid und der Tod der Menschen dort. Den Opfern gilt unser Mitgefühl, aber auch unsere hoffentlich anhaltende Solidarität. Tapfer kämpft ein ganzes Volk ums eigene Überleben und um unsere Freiheit. Und gerade Deutschland sollte sich bei der Unterstützung nicht aus der Verantwortung stehlen. Wir müssen aus der Geschichte lernen, nie wieder wegzusehen, wenn Nationalismus und Demagogie sich ausbreiten, und einzuschreiten, wenn sie zu Gewalt und Völkermord führen. Putin führt uns auch und erneut vor Augen: Gekämpft wird nicht nur mit Panzern und Raketen. Sondern auch mit der Waffe der Propaganda. Despoten hassen freie Medien, sie hassen unseren freien Lebensstil. Der Krieg von Putin ist nicht nur ein Krieg gegen die Ukraine. Er ist ein Krieg gegen offene Gesellschaften und nicht zuletzt ein Krieg gegen unser Selbstverständnis, dass freie Meinungen und Medien ein Fundament der Demokratie sind. Wladimir Putin und die russische Führung untergraben sie. Versuchen, mit Propaganda und Fake News das eigene Volk und den Westen gegeneinander auszuspielen. Journalistinnen und Journalisten in Russland sind in höchster Gefahr, wenn sie diesen Angriffskrieg als solchen benennen. Journalisten sterben im Krieg, weil sie sagen und schreiben, was ist. Ausländische Websites werden gesperrt. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Als Verleger und Journalisten tragen wir in diesen Monaten eine besondere Verantwortung. Die aktuellen Entwicklungen sind eine große Gefahr, aber auch eine riesige Chance, die Verantwortung und Relevanz unseres Metiers besonders unter Beweis zu stellen. Zumal die Freiheitsbedrohungen nicht nur in Kriegsgebieten lauern. Das vielleicht gefährlichste Gift für Freiheit und für Demokratie sind „Alternative Fakten“. Und die sind fast überall auf dem Vormarsch. Es ist die Zerstörung von Verlässlichkeit und Fairness und damit von Vertrauen. Alternative Fakten sind das Stilmittel von Autokratien und Diktaturen. Sie basieren auf dem Mittel der gezielten Desinformation, der Manipulation und Propaganda. Wenn in einer Demokratie Fakten kein verlässliches Fundament mehr sind, schwindet nicht nur das Vertrauen, es gedeihen Verschwörungstheorien. Irgendwann werden demokratische Entscheidungen und Wahlen zur Farce. Auf welcher Basis soll man diskutieren, abstimmen und wählen, wenn alles zugleich wahr oder falsch sein kann, weil jede Seite ihre höchst eigene Version der Tatsachen hat? Man kann und man soll in einer freien Gesellschaft Fakten unterschiedlich interpretieren, und man kann und sollte gelegentlich darüber streiten, ob ein Faktum wirklich ein Faktum ist. Aber an einem bestimmten Punkt muss eine Tatsache von allen als Tatsache und damit als Grundlage für Debatte, Entscheidung oder Kompromiss akzeptiert werden. Wenn das nicht geschieht, weil Fakten wie Meinungen behandelt werden, dann entsteht eine Haltung, die eine Umkehrung der Idee der Aufklärung ist. Der Glaube steht wieder über dem Wissen. Ganz am Ende ist diese Haltung das Gegenteil und also das Ende von Demokratie und Freiheit. Guter, verantwortungsvoller Journalismus ist das Gegengift, das hilft, um diese Entwicklung zu verhindern. Er ist das Fundament und die Schutzmacht der Demokratie. Das gilt immer, aber besonders in diesen Zeiten. Dort, wo der Staat keine freien Medien erlaubt, ist Autokratie und Diktatur. Unsere Freiheit wird von einem Diktator angegriffen. 1.200 Kilometer Luftlinie von hier. Kritische Recherchen und Worte sind das, was wir als Presseverlage haben, um gegen Angriffe auf unsere Freiheit aufzubegehren. Worte sind mächtig. „Geben Sie Gedankenfreiheit“, unser Grundgesetz oder „Mr. Gorbatschow, tear down this wall“. Worte verändern die Welt. Besonders wichtig sind Worte des Widerspruchs. Journalismus ist bekanntlich: die andere Seite der Medaille zeigen. Wenn fast alle einer Meinung sind, ist es schon aus Prinzip sinnvoll, einmal das Gegenteil zu beleuchten. Freie und wirtschaftlich selbstständige, wehrhafte Medien und unabhängiger Journalismus sind unverzichtbar für Meinungsbildung, gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt. In diesem Sinne sind sie Verbündete der Freiheit. Jetzt zählen das Engagement und der Mut unserer Branche ganz besonders. Ich glaube, wir befinden uns in einer historischen Situation. Wir alle wissen: Freiheit gibt es nicht von selbst und es gibt sie auch nicht umsonst. Vor allem die Verteidigung der Freiheit kostet Kraft – und nicht selten auch viel Geld“. Was ist uns unsere Freiheit wert? Ich hoffe, alles. Mein allerwichtigster Rat und Wunsch für die Zukunft ist: Zusammenhalt! Partikularinteressen werden uns zerreißen. Integration und Integrität, Gemeinsamkeit und Geschlossenheit werden uns stark machen. Vielleicht sogar stärker denn je. Das wünsche ich mir,so Döpfner.“ Bleiben wir als aufmerksam und umsichtig. Ihre Maike Wagner-Dittrich Service & Notdienste in der Region Überfall-Unfall: Tel. 110 Feuerwehr: Tel. 112 Notarzt: Tel. 112 Giftnotruf Baden-Württemberg: Tel. 0761-1 92 40 Frauen- und Kinderschutzhaus: Tel. 07321.24099 Kinder- und Jugendtelefon: Tel. 0800.1110333 Ökumenische Telefonseelsorge: Tel. 0800-1110111 oder 0800-1110222 WOCHENENDWETTER PRÄSENTIERT VON BAUERNREGEL Bleiben im September die Schwalben lange, sei vor dem Winter nicht bange. Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Heute, 17.09. Sonntag, 18.09. Montag, 19.09. Dienstag, 20.09. 11° 6° 14° 6° 14° 6° 15° 5° Sonnenscheindauer 1 Stunden 3 Stunden 3 Stunden 4 Stunden Sonnenaufgang / Sonnenuntergang 06:56 19:26 06:58 19:24 06:59 19:22 07:00 19:20 Regenmenge 4,4 l/qm 0,9 l/qm 0,8 l/qm 0 l/qm Ein Service von www.WetterKontor.de

SamStag, 17. September 2022 3 Kunst & Handwerk im Brenzpark Heidenheim am 24./25. Sept. Das wunderschöne Gelände am Brenzpark Heidenheim lädt auch in diesem Jahr erneut zu einem Besuch des Kunsthandwerkermarktes ein. Rund 70 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren traditionelle und moderne Handwerkskunst vom Feinsten. Viele Aussteller kommen aus der Region, aber auch die Schweiz, Ungarn und Frankreich sind vertreten. In dieser für Kunsthandwerker schweren Zeit freuen sich alle Teilnehmer über zahlreiche Besucher und bedanken sich herzlichst für Ihr Kommen und Ihre Unterstützung. Anzeige Der Markt hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Ein gutes Zeichen ist, wenn sich die Aussteller immer wieder anmelden. Dazu muss man sagen: es gibt keine Händler, alle Teilnehmer sind Handwerker und Künstler, die ihre Arbeiten in ihren Werkstätten selbst herstellen. Es gibt keine Billigimporte aus Fernost oder anderen Regionen der Welt. Dies ist auch DAS wichtige Merkmal der Märkte und dies wird auch von den Besuchern gewünscht und „belohnt“: der direkte Kontakt, die Originalität, die professionelle handwerkliche Arbeit. Alle Aussteller und Ausstellerinnen möchten ihren Gästen ein spannendes und buntes Wochenende präsentieren mit faszinierenden Einblicken in alte und moderne Handwerke. Ganz besonders spannend sind die faszinierenden Arbeiten der jungen Künstler und Künstlerinnen. Es gibt moderne, farbenfrohe und vor allem auch experimentelle Werke zu bestaunen. Zu den festen Ausstellern zählt seit vielen Jahren Norbert Grimmer aus dem Erzgebirge mit seinem vielfältigem Angebot an Korbwaren und Flechtwerk. Mit dabei ist auch wieder Bürstenbinder Volker Kees aus dem Schwarzwald mit allerlei Bürsten, Pinseln, Besen und vielem mehr... Das Kombiticket für Markt und Park gibt es zum Preis von 3,- Euro. Die gute Nachricht: Parken ist in diesem Jahr erneut kostenlos. Der Markt findet am 24. und 25. September statt. Öffnungszeiten: Sa/So 10 - 18 Uhr www.maerkte.info Der Markt findet wie im vergangenen Jahr in der Brenz-Arena statt. Es wird wie jedes Jahr ein überschaubares gastronomisches Angebot geben. Leider kamen in den letzten beiden Jahren viele Töpfer*innen und Handwerker in existenzielle Notlagen. Manche mussten ihr Lebenskonzept neu schreiben und für viele wird ein Neustart noch nicht gelingen. Zudem steigen derzeit die Kosten für Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sehr stark an. Damit der Markt dennoch stattfinden kann, bitten wir als Veranstalter um Verständnis dafür, dass wir einen kleinen Eintrittspreis von 2,- Euro erheben müssen (ab 18.J., Studenten frei) Schweine- Schulter ohne Knochen 1 kg Schweine-Bauch wie gewachsen 1 kg Rinderleber 1 kg Kostenlose Kundenhotline: 0800 – 325 325 325 www.mixmarkt.eu 4,99 4,79 3,29 der Mix-Markt-Kette Gültig von Mo. 19.09. bis Sa. 24.09.2022* Putenoberkeule ohne Haut und ohne Knochen frisch Herkunft, Kl.: laut Auszeichnung 1 kg Hähnchenschenkel mariniert, Herkunft, Kl.: laut Auszeichnung 1 kg Türkische Paprika „Dolma“ Herkunft, Kl.: laut Auszeichnung, 400 g, 1 kg = 2,78 Türkische Paprika“Sivri“ / „Kil Sivri“ Herkunft, Kl.: laut Auszeichnung, 400 g, 1 kg = 2,78 Türkische Paprika „Carli“ Herkunft, Kl.: laut Auszeichnung, 400 g, 1 kg = 2,78 6,99 3,29 1,11 1,11 1,11 Seewolf ohne Kopf Fanggebiet: laut Auszeichnung 1 kg 4,99 Forelle, frisch Fanggebiet: laut Auszeichnung 1 kg Ploetze gesalzen und gedoerrt, ausgenommen, tiefgefroren, Herkunft: Deutschland, 100 g, 1 kg = 15,25 1,53 Zander gesalzen und gedoerrt, ausgenommen, tiefgefroren Herkunft: Deutschland, 100 g, 1 kg = 20,85 Geräucherte Brühwurst aus Schweinefleisch, mit Putenfleisch, mittelgrob, nach Thorner Art, mit Sojaeiweiss „Kielbasa torunska“ 450 g Pack., 1 kg = 9,23 4,15 * Alle Artikel solange der Vorrat reicht. Für Druckfehler keine Haftung. Alle Preise sind in Euro inkl. MwSt. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen. Abbildungen ähnlich. Alle Artikel ohne Deko. Diese Angebote gelten nur in dem nachfolgenden werbenden Markt: 8,99 2,09

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