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NW 21.07.2021

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„ICH ERWARTE

„ICH ERWARTE UMKÄMPFTE DUELLE UND VIEL EMOTIONALITÄT!“ FCH CHEFTRAINER FRANK SCHMIDT IM INTERVIEW VOR DEM ZWEITLIGASTART GEGEN DEN SC PADERBORN Frank, beim 9. Max Liebhaber-Pokal gewann Deine Mannschaft gegen die TSG Hoffenheim mit 1:0. Die Generalprobe eine Woche vor dem Zweitligastart ist damit gelungen, oder? Das war ein guter Test gegen einen Bundesligisten. Gleich zu Beginn haben wir Fehler provoziert, sind zu Chancen gekommen und haben eine davon auch zur Führung genutzt. Danach sind wir insgesamt im Spiel nach vorne leider etwas zu passiv geworden. Positiv war jedoch, dass wir defensiv, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit, nichts zugelassen haben. Man darf natürlich nicht vergessen, dass bei Hoffenheim noch viele Nationalspieler gefehlt haben und die TSG am Anfang der Vorbereitung steht. Deshalb sollte niemand den Fehler machen und das Ergebnis überbewerten. Vor dem Zweitligastart gegen Paderborn müssen wir schon noch einige Dinge verbessern. Am 18. Juni ging‘s für Deine Mannschaft wieder los. Die Vorbereitung war kurz und knackig. Wie fällt Dein Fazit aus? Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen sehr fleißig und wissbegierig gewesen. Wir konnten ein paar neue Dinge ausprobieren, sodass wir in der taktischen Ausrichtung breiter aufgestellt sind. Tim Siersleben vom VfL Wolfsburg hat sich schnell bei uns integriert, aber auch unsere beiden Eigengewächse Paul Tschernuth und Tim Seifert, der um seinen Platz in der Mannschaft kämpft, machen es gut. Wie groß ist der Vorteil, dass der Kader der vergangenen Saison nun zu weiten Teilen zusammen gehalten werden konnte? Insbesondere in den vergangenen beiden Jahren hatten wir einige Abgänge von Leistungsträgern zu verkraften, weshalb wir jeweils etwas Zeit gebraucht haben, um richtig in die Saison zu finden. Im Unterschied dazu kennen sich die allermeisten Spieler bei uns jetzt schon. Das kann natürlich ein Vorteil sein, gerade in puncto Spielauffassung und Abstimmung. Beim SC Paderborn hat sich hingegen mehr im Kader getan. Außerdem verließ Coach Steffen Baumgart den SCP in Richtung Köln. Wie erwartest du die Paderborner am Samstag? Der SC Paderborn steht für attraktiven Offensivfußball mit viel Tempo. Deshalb wird sich Paderborn auch unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok am Samstag gegen uns nicht hinten reinstellen. Im Gegenteil: Paderborn wird versuchen, wie in den Vorjahren auch, schnell in die Offensive umzuschalten, um zu Torchancen zu kommen. Dennis Srbeny, Sven Michel, Neuzugang Felix Platte oder Kai Pröger, um nur ein paar Namen zu nennen, verfügen alle über sehr viel Qualität, die Außenverteidiger haben Tempo und sind offensiv ausgerichtet. Umso mehr werden wir gefordert sein, entsprechend dagegen zu halten. Viele sprechen momentan von der „stärksten 2. Liga aller Zeiten“. Teilst Du diese Einschätzung vor dem Saisonstart? Die 2. Liga ist diesmal wirklich so attraktiv wie vielleicht noch nie. Nicht nur wegen den zwei Bundesliga-Absteigern Schalke 04 und Werder Bremen, sondern mit Hansa Rostock und Dynamo Dresden kommen aus der 3. Liga zwei absolute Traditionsvereine und Zuschauermagneten hinzu. Es wird aber aus meiner Sicht auch deshalb ein attraktiver Wettbewerb, weil es für mich keine klaren Favoriten gibt. Ich erwarte umkämpfte Duelle und viel Emotionalität – umso schöner, dass jetzt unsere Fans und Zuschauer endlich auch wieder live im Stadion mit dabei sein können!

„WIR SIND ALLE HEISS AUF DIE NEUE SAISON!“ IM PORTRÄT VERRÄT NEUZUGANG TIM SIERSLEBEN, WAS FÜR IHN EIN ECHTER „GAME CHANGER“ WAR Anlaufschwierigkeiten gab es für Tim Siersleben beim 1. FC Heidenheim 1846 nicht. „Ich wurde wirklich super aufgenommen. Wir haben eine coole Truppe und es macht mir großen Spaß“, erzählt der Neuzugang, der im Sommer vom VfL Wolfsburg an den FCH ausgeliehen wurde. Für die schnelle Eingewöhnung sorgte aber auch Tim Siersleben selbst, der sich als offenen Menschen beschreibt, den „man immer ansprechen kann“. Angesprochen haben „Sieri“ vor seiner Ausleihe auch Holger Sanwald und Frank Schmidt. „Wir hatten ein sehr positives Gespräch und ich hatte gleich ein super Gefühl“, verrät der Innenverteidiger. Anfang Juli dann wurde das zweijährige Leihgeschäft vom Mittellandkanal an die Brenz unter Dach und Fach gebracht. Doch warum eigentlich gleich zwei Jahre? „Ich finde, zwei Jahre sind bei einer Leihe allgemein besser. So hat man als Spieler mehr Zeit für gute Leistungen. Und im schlimmsten Fall ist man bei Verletzungen nicht gleich komplett raus.“ Tim Siersleben bringt die Erfahrung von 24 Kadernominierungen in Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League beim VfL Wolfsburg in der vergangenen Saison mit. Sein Bundesliga-Debüt feierte der 21-Jährige am letzten Spieltag beim Heimspiel der „Wölfe“ gegen Mainz 05. „Leider ohne Fans“, blickt „Sieri“ zurück. Doch dies ändert sich nun in der neuen Spielzeit mit dem FCH ja glücklicherweise! „Wir sind alle heiß auf die neue Saison!“, blickt unsere neue Nummer 4 voraus auf den Zweitliga-Auftakt vor Fans in der Voith-Arena. ERSTE SCHRITTE IN MAGDEBURG Blickt man zurück auf die Anfänge von „Sieris“ Karriere, so landet man schnell beim 1. FC Magdeburg. Vor seinem Wechsel nach Wolfsburg nämlich durchlief der gebürtige Magdeburger seine komplette fußballerische Ausbildung beim FCM. Zum Fußball kam er vor allem durch seinen Vater Frank, der einst selbst für Magdeburg in der DDR-Liga, also der höchsten ostdeutschen Fußballklasse, spielte. „Mein Vater hat mir sobald ich laufen konnte, einen Ball vor die Füße gelegt“, berichtet der heute 21-jährige Tim schmunzelnd. In seiner Kindheit zwar noch nicht, dafür aber seit rund zwei Jahren ernährt sich „Sieri“ weitgehend vegan. „Ich habe festgestellt, dass mir das sehr guttut und meine Leistung steigert“, berichtet der Abwehrspieler, der sich die veganen Gerichte auch gern selbst kocht. Zum Veganismus kam erübrigens über den Dokumentarfilm „The Game Changers“. Darin berichten Spitzensportler, wie der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, von ihrer veganen Ernährung. „Ich habe dann mit meinem besten Kumpel entschieden, dass wir das auch ausprobieren wollen und es hat sich bewährt“, sagt „Sieri“. Bewähren will sich unser Neuzugang, der Mats Hummels als fußballerisches Vorbild nennt, nun auch beim FCH. Wir wünschen dabei viel Erfolg und sagen herzlich willkommen auf dem Schlossberg, „Sieri“!

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