Aufrufe
vor 2 Jahren

Heimspiel Nr. 14 Saison 2019/20

  • Text
  • Stadion
  • Spiel
  • Bundesliga
  • Sponsor
  • Vergangenen
  • Heimspiel
  • Wiesbaden
  • Wehen
  • Saison
  • Heidenheim

14 FCH

14 FCH intern Der Ball rollt wieder in der 2. Bundesliga! Mehr als zwei Monate Wettkampfpause in der 2. Bundesliga – wie verlief diese ungewöhnliche Zeit beim 1. FC Heidenheim 1846? Exakt 70 Tage lagen zwischen dem letzten Heimspiel des 1. FC Heidenheim 1846 am Samstag, 7. März 2020, gegen den Karlsruher SC und der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am vergangenen Wochenende beim VfL Bochum. Während dieser Wettkampfpause, die übrigens genauso lange dauerte wie die Sommerpause zwischen der vergangenen und der aktuellen Saison, ist vieles passiert auf dem Schlossberg. Doch der Reihe nach: Nach dem überzeugenden 3:1-Heimsieg gegen den KSC am 7. März bereiteten sich die FCH Profis unter Cheftrainer Frank Schmidt wie üblich auf das anstehende Auswärtsspiel beim VfL Bochum vor. Doch einen Tag vor der Partie wurde von der Deutschen Fußball Liga (DFL) aufgrund der damaligen Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus entschieden, den kompletten 26. Spieltag der Bundesliga und 2. Bundesliga auf unbestimmte Zeit zu verlegen. Der FCH entschied daraufhin, seine Profis zunächst ausschließlich individuell von zu Hause aus trainieren zu lassen – Mannschaftstraining fand zunächst nicht mehr statt. Vorbeugende Maßnahmen beim FCH Gleichzeitig gingen beim FCH in dieser Zeit, angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland, weitere vorbeugende Maßnahmen zur allgemeinen Eindämmung des Virus einher: Der FCH Fan- und Ticketshop sowie das Dinkelacker Albstüble blieben bis auf Weiteres geschlossen – und sind jetzt erst seit Anfang bzw. Mitte Mai unter Berücksichtigung entsprechender Abstands- und Hygieneregeln wieder geöffnet. Ebenso wurde der Trainings- und Spielbetrieb im HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrum ausgesetzt (siehe S. 19), in den Räumlichkeiten des Sparkassen BusinessClub fanden keine Veranstaltungen mehr statt. Der FCH meldete aufgrund der finanziellen Auswirkungen durch die Aussetzung des Spielbetriebs erstmals in seiner Geschichte Kurzarbeit an, um die Arbeitsplätze aller rund 400 Beschäftigten nachhaltig zu sichern. „Wie unsere gesamte Gesellschaft befinden auch wir als 1. FC Heidenheim 1846 uns in einer Ausnahmesituation, in der jetzt außergewöhnliche Maßnahmen absolut erforderlich sind, um unsere Existenz als Verein zu sichern. Jetzt sind wir innerhalb unserer FCH Familie als Kollektiv gefragt, um gemeinsam diese riesige Herausforderung erfolgreich zu meistern. Deshalb bedanke ich mich bei allen Mitarbeitern, Mitgliedern, Fans, Partnern und Sponsoren für ihre große Unterstützung, die wir seit Beginn der Ausbreitung des Coronavirus in vielfältiger Form deutlich spüren und die uns bei der Bewältigung der momentanen Situation zusätzliche Kraft und Zuversicht gibt“, erklärte Holger Sanwald, FCH Vorstandsvorsitzender, Anfang April. Rückkehr in Kleingruppen Wenige Tage später gab es zumindest für die FCH Profis wieder einen kleinen Schritt zurück in Richtung Normalität. Nun war wieder ein Training in Kleingruppen à fünf Spielern zzgl. Trainern möglich. Dabei trainierten die FCH Profis auf insgesamt bis zu drei Trainingsplätzen zeitlich versetzt. Um kontaktlose Übungseinheiten zu garantieren, erschienen die Spieler bereits in ihrer Sportkleidung, begaben sich alleine zum Trainingsplatz und duschten anschließend zu Hause. Die Trainingsschwerpunkte erfolgten mit einem Mindestabstand von fünf Metern zueinander und ohne jeglichen Körperkontakt, wie etwa durch Zweikämpfe. Konkret waren unter diesen Vorgaben beispielsweise Einheiten in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Technik und Positionsspezifik in Kleingruppen möglich. Trainingsgeräte, wie Bälle oder Hütchen, wurden gemäß den allgemeinen Hygienerichtlinien sorgfältig gereinigt bzw. desinfiziert. „Insbesondere für Und dies sollte in den kommenden Wochen auch so bleiben. Nachdem die DFL den Spielbetrieb im Rahmen einer Mitgliederversammlung mit allen 36 Erst- und Zweitligisten in der Folge einstimmig bis einschließlich Ende April aussetzte, trainierten die FCH Profis drei Wochen lang ihre individuellen Trainingspläne von zu Hause aus ab, um ihre Fitness aufrechtzuerhalten. „Wir hatten klare Vorgaben, zu welcher Zeit wir unser Programm zu absolvieren hatten. Bei schönem Wetter habe ich meine Kraft- und Stabilisationsübungen beispielsweise auf einem Parkplatz gemacht, um dann direkt von dort aus in den Wald zu laufen und dort den läuferischen Teil zu absolvieren“, erinnert sich Kapitän Marc Schnatterer zurück. »Schön, wieder einen Ball am Fuß zu haben«: David Otto & Co. im Kleingruppentraining.

FCH intern 15 die Spieler ist es schön, sich wieder auf dem Platz zu bewegen und einen Ball am Fuß zu haben. Fußball ist unser Job und wir sind froh, dass wir ihn nun zumindest teilweise wieder ausüben können“, sagte FCH Cheftrainer Frank Schmidt seinerzeit nach dem ersten Kleingruppentraining. Wiederaufnahme des Spielbetriebs Am Mittwoch, 6. Mai, gab die Politik grünes Licht für eine Fortsetzung der Bundesliga und 2. Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte und unter Berücksichtigung des von der DFL erarbeiteten Hygiene-Konzepts. Einen Tag später beschloss die DFL die konkrete Rückkehr des Spielbetriebs ab Samstag, 16. Mai, und der FCH stieg unter Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen wieder in das normale Mannschaftstraining ein. Zur Vorbereitung auf die Aufnahme des Sonderspielbetriebs absolvierten die FCH Profis unter der Berücksichtigung des Hygiene-Konzepts der DFL ein siebentägiges Trainingslager in Heidenheim. Dazu bezog der FCH Tross Quartier im Schlosshotel Park Consul Heidenheim in unmittelbarer Stadionnähe. Auch die Anreise zum Spiel in Bochum am vergangenen Wochenende war durchaus unüblich. „Wir fahren mit fünf Kleinbussen mit jeweils vier Spielern, um auch hier mit genügend Abstand das Risiko ganz klar zu minimieren“, erklärte Frank Schmidt auf der Pressekonferenz einen Tag vor der Abfahrt. „Shakefeet« statt Shakehands: Patrick Mainka und Bochums Silvère Ganvoula beim Spiel am vergangenen Wochenende. Nach dem Neustart in Bochum, bei dem sich der FCH am Ende deutlich mit 0:3 geschlagen geben musste, steht nun am heutigen Freitag, 22. Mai (18:30 Uhr), gegen den SV Wehen Wiesbaden das erste Heimspiel seit der zurückliegenden Aussetzung des Spielbetriebs an – genau 76 Tage nach dem Schlusspfiff gegen den KSC am 7. März. Seit Anfang Mai befindet sich der FCH wieder im Mannschaftstraining.

Neue Woche

Stadion Spiel Bundesliga Sponsor Vergangenen Heimspiel Wiesbaden Wehen Saison Heidenheim