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16.10.2019 GARTEN

16.10.2019

Ein Star aus Neuseeland Foto: stock.adobe.com/ Maya Kruchancova Strauchveronika punkten auch im Herbst als Alleskönner. Die robusten Exoten lassen sich mit vielen Pflanzen kombinieren und arrangieren. Blattschmuck vom Feinsten: Wegen ihrer attraktiven Blätter haben die robusten Strauchveronika (Hebe) aus Neuseeland in den letzten zwei Jahrzehnten hierzulande viele Freunde gewonnen. Für eine stimmige Herbstbepflanzung sind die kleinen Büsche ideale Begleiter von Chrysanthemen (Chrysanthemum), Besenheide (Calluna), Herbstastern (Aster) und Alpenveilchen (Cyclamen). Bis Ende Oktober gibt’s Veronika im Handel Die Vielseitigkeit des immergrünen Strauches ist überzeugend, von Anfang März bis Ende Oktober sind die unverwüstlichen Exoten in kleinen bis extra großen Topfgrößen im Gartenfachhandel erhältlich: Mal mit winzigen, mal mit größeren Blättern, mal bodendeckend wachsend, mal aufrecht oder kugelig und kompakt. Die Sorten unterscheiden sich zudem stark in der Blattfärbung, die von hellbis dunkelgrün über grau bis zu Varianten mit roten Blättern und roten Stielen reicht. Einige Strauchveronika blühen eher unscheinbar, während bei anderen Sorten blaue, rosa oder weiße Blüten für zusätzliche Akzente sorgen. Wohl fühlen sich die robusten Strauchveronika im Beet genauso wie in einer Pflanzschale oder dem Balkonkasten. Dabei bleiben die Pflanzen über Jahre attraktiv und können immer wieder neu kombiniert werden. Strauchveronika Foto: stock.adobe.com/hcast unter zehn Grad Celsius erst richtig aus. Auch Frost überstehen sie in der Regel unbeschadet, und sogar als Zimmerpflanze ist Strauchveronika für einige Woche ein toller Blickfang. Zum Beispiel wirken die Pflanzen in der Adventszeit toll als grüne Kugel mit Kunstschnee und Weihnachtsdekoration. Enorm talentierte Team-Player in Beet und Schale Im Frühjahr harmonieren sie mit Gänseblümchen (Bellis), Stiefmütterchen (Viola) und Zwiebelblumen. Im Sommer sind sie ideale Partner für Eisenkraut (Verbena), Geranien (Pelargonium) und Petunien (Petunia). Als talentierte Team-Player lassen sie ihre blühenden Begleiter besser aussehen und drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern bilden einen hübschen Hintergrund und sorgen das ganze Jahr über für Struktur. Auch solo machen Strauchveronika etwas her - beispielsweise, wenn unterschiedliche Blattfarben und Wuchsformen miteinander kombiniert werden. Auch als flächige Pflanzung aus einer Sorte im urbanen Garten wirkt Hebe ganz toll. Ein Rückschnitt bekommt den Pflanzen gut und sorgt für einen kompakten Wuchs. Allerdings vertragen sie es besser, öfter und dafür weniger „frisiert“ zu werden, als einen radikalen Schnitt. Attraktiv auch bei sinkenden Temperaturen Während einjährige Sommerblumen zum Herbst hin die Kraft verlässt, bleiben immergrüne Strauchveronika auch bei sinkenden Temperaturen schön. Rotlaubige Hebe färben sich Trockenheit und kurze Nässe sind kein Problem Ohne besondere Ansprüche an den Standort und die Pflege, gehören Strauchveronika zu den robustesten Beet- und Balkonpflanzen. Ein sonniges oder halbschattiges Plätzchen lässt sie gut gedeihen; ist der Standort zu schattig, verblasst die Blattfarbe und die Stiele werden weicher. Gute Erde und hochwertiger Dünger sorgen für optimales Wachstum. Mäßiges Gießen reicht aus. Strauchveronika überstehen kurzzeitige Trockenheit oder Nässe in der Regel unbeschadet. Staunässe, das heißt, wenn der Topf über längere Zeit im Wasser steht oder Feuchtigkeit nicht im Boden versickern kann, verträgt Strauchveronika, wie viele andere Pflanzen auch, nicht so gut. GMH Fotos: GMH IDEALER TEAMPLAYER: Neuseeländische Strauchveronika (Hebe) machen auch im Herbst eine gute Figur im Garten – zum Beispiel in Kombination mit Alpenveilchen (Cyclamen). Fotos: GMH/Gartenbau Hetjens BITTE NEHMEN SIE PLATZ: Als stilvolle Tischdekoration sind Strauchveronika ebenfalls hervorragend geeignet – zum Beispiel in Kombination mit Geranien (Pelargonium) oder Glockenblumen (Campanula). SIE SORGEN FÜR STRUKTUR: Im quadratischen Pflanzenkübel präsentieren sich Hebe zusammen mit Besenheide (Calluna) und Purpurglöckchen (Heuchera) im farblich stimmigen Herbstlook. Buntes Laub in den Beeten Jahr für jahr bietet das Herbstlaub an den Bäumen ein wunderschönes Naturschauspiel. Für Gartenbesitzer bedeutet es aber auch etwas Arbeit – und liefert ihnen gleichzeitig das Material, um ihre Pflanzen gut durch den Winter zu bringen. Der Sommer geht zu Ende, und die schöne Herbstzeit beginnt: Beeren und Früchte reifen und die Blätter verfärben sich in wärmstes Rot, Orange und Gelb. Bald fallen sie von den Bäumen und bedecken als buntes Laub den Boden. Für viele Kinder ein Spaß – aber was bedeutet es für die Natur und die Gärten? Mancher Hobbygärtner stöhnt unter der Menge, die schon ein einzelner Baum abwirft, andere lassen die Blätter einfach liegen und stören sich nicht weiter daran. Aber was ist eigentlich richtig und wichtig? Die Pflanzenexperten von „Blumen – 1000 gute Gründe“ geben Tipps, wie man mit dem Herbstlaub umgehen sollte. In den Beeten bietet eine Schicht aus Blättern Pflanzen und Tieren Schutz vor Kälte. Zudem verrottet das Laub langsam und gibt dabei Nährstoffe an den Boden ab. Um diesen Vorgang etwas zu beschleunigen, kann man das abgestorbene Pflanzenmaterial leicht in die oberen Bodenschichten einharken und einarbeiten - so sieht es für manchen ordnungsliebenden Gärtner vielleicht auch besser aus. Richtig penibel sollte man dagegen beim Rasen sein: Dort würde eine Schicht aus Blättern die zarten Halme erdrücken und ihnen das Licht nehmen, die Folge wären Pilzerkrankungen und kahle Stellen. Hier heißt es also: regelmäßig harken. Viele Gartenbesitzer greifen da bequem zum Laubsauger, allerdings erwischt man damit auch unzählige nützliche Kleinlebewesen und stört so das Gleichgewicht im Boden. Laubbläser wiederum pusten mit den Blättern auch Sporen und Unrat in die Luft – ein Gesundheitsrisiko für den Benutzer und seine Umgebung. Etwas schonender und trotzdem einfach ist der Einsatz eines Rasenmähers, dabei werden die Blätter auch gleich zerkleinert. Am besten ist und bleibt aber die gute alte Handarbeit mit der Harke: Das dauert nicht viel länger, und man hat gleichzeitig etwas Bewegung. In jedem Fall leistet das aufgesammelte Laub später als Mulch in den Beeten gute Dienste. Aber es gibt auch Ausnahmen: Befallene Blätter, zum Beispiel mit Pilzoder Viruserkrankungen oder mit starkem Schädlingsbefall, sollte man einsammeln und im Restmüll entsorgen, damit sich die Erreger nicht weiter ausbreiten können. Ein Tipp der Gartenexperten: „Achten Sie immer auf Flecken in untypischen Farben, zum Beispiel schwarzen Rußtau, und auf verkrumpelte, verformte Blätter. Auch abgefallene Früchte und Beeren sollte man besser einsammeln, damit keine Schädlinge darin überwintern.“ Problematisch sind außerdem die Blätter von Eiche oder Walnuss, da sie sich wegen ihres hohen Gerbsäureanteils nur sehr langsam zersetzen. Sie gehören daher auch nicht auf den Kompost. Stattdessen kann man diese Blätter als Mulch für Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen EMSIGE HELFER BEI DER GARTENARBEIT: Im Herbst sollte man das Laub vom Rasen entfernen, für Kinder ist das ein Heidenspaß. Großzügig in den Beeten verteiltes Blattwerk dient den Pflanzen als Winterschutz. Foto: Blumen – 1000 gute Gründe verwenden, die sich über einen sauren Boden freuen.

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