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1 4 R e ssSo r t Alles

1 4 R e ssSo r t Alles aus Holz und einer Hand Schreiner 14 Schreinereien gab es einst in Gerstetten. Heute gibt es nur noch wenige. Eine davon ist die Grüner GmbH. Vieles hat sich seit der Firmengründung vor 92 Jahren geändert, der Anspruch an höchste Qualität ist geblieben. Von Mathias Ostertag Als das Familienunternehmen, das heute rund 30 Mitarbeiter zählt, im Jahr 1925 von Georg Grüner gegründet wurde, war es eine klassische Schreinerei. Alles wurde von Hand hergestellt, vielfach selbst die Holzplatten, die zum Bau der Möbel- stücke benötigt wurden. „Alles, was es aus Holz gab, wurde damals vom Schreiner gefertigt“, sagt David Grüner. 1961 wechselte der Besitzer der Firma – Sohn Hans übernahm das Unternehmen und baute in Gerstetten die erste größere Produktionshalle. Im Jahr 1982 Alles noch echtes Handwerk: oben links ein Blick in die Fertigungshalle der Grüner GmbH. Unten links das 30-köpfige Team der Firma um David Grüner (vorne, fünfter von rechts), der mit seinem Vater Hans Jörg die Geschäfte des Unternehmens führt. gab es mit Hans Jörg Grüner erneut einen Generationswechsel. Dieser erwarb dann im Jahre 1987 den heutigen Standort am Ortsausgang Richtung Altheim und als Innenarchitekt baute er nicht nur die Fertigungshallen, sondern auch das Portfolio der Firma nach seinen Vorstellungen um. Längst kennt man die Grüner GmbH auch als Möbelhändler und Einrichtungshaus mit einem hohen Anspruch an Kundenbetreuung und Qualität. Seit einiger Zeit wird Hans Jörg Grüner von seinen Söhnen Christoph (36), Verantwortlicher für das hauseigene bulthaup Küchenstudio in Ulm, David (34, Planung und Umsetzung der Projekte in Gerstetten), und dem jüngsten Sohn Philipp (29, Arbeitsvorbereitung und Projektbetreuung in der Werkstatt), unterstützt. Rund die Hälfte der Belegschaft arbeitet in der Produktion, der Rest besteht aus Planern, dem Back-Office und einer Schneidermeisterin. Werden nun Kunden im Einrichtungshaus vorstellig, kann dieses Team im Hause Grüner sie kompetent und fachgerecht beraten. „Die meisten Menschen haben konkrete Wünsche und Vorstellungen von dem, was sie wollen und das versuchen wir umzusetzen“, sagt Philipp Grüner, der in der Werkstatt schon so einige „Schreinerküchen“ gefertigt hat. Zunächst einmal muss aber gemeinsam skizziert, entworfen Alles, was es aus Holz gab, wurde damals vom Schreiner gefertigt. David Grüner Projektleiter und geplant werden. Das Entwerfen passiert noch ganz klassisch per Hand, wird dann aber mittels einer Software weitergeplant, um dem Kunden so die gemeinsam entwickelten Ideen anschaulich präsentieren zu können. Und ist man sich einig geworden, wird der Auftrag erteilt. Die Herstellung der Möbel erledigt in der Regel ein einziger Mitarbeiter. „Einer ist für den kompletten Ablauf verantwortlich“, so David Grüner. Das könne mal ein Esstisch sein, ein Schrank, ein Bett, in den meisten

In d i v i due l l es ausS Ho lz 1 5 Fällen aber Küchen. Und die kann nicht individuell genug sein. Der eine bevorzugt schlichte Küchenzeilen, ein anderer will viele Eckschränke. Und der Dritte will eine Küche mit Fronten aus verrostetem Stahl. „Wir haben noch keine Sache zweimal gemacht, man fängt immer bei null an“, so Philipp Grüner. Viele Menschen suchen die Individualität und wollen sich bewusst abheben von der Massenware, die man im Möbelhaus findet. Eine geschreinerte Küche - und als besonderer Blickfang die Fronten aus verrostetem Stahl. Und was war der bisher außergewöhnlichste Auftrag? Der führte Grüner-Mitarbeiter über den Atlantik. Ein Kunde in den USA wollte unbedingt, dass sein komplettes Haus europäisch eingerichtet wird. „Er wollte zum Beispiel, dass ein Kunstwerk aus der Decke fährt, um den Fernseher zu verdecken. Klappe auf, Kunstwerk raus, TV nicht mehr zu sehen“, so David Grüner. Der Großteil der Aufträge komme aber aus dem süddeutschen Raum. Auch im deutschsprachigen Ausland habe man einen Kundenstamm. „Und natürlich in der näheren Umgebung. Wichtig ist nur, dass der Kunde die versprochene Qualität bekommt.“