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Heimspiel Nr. 3 Saison 2018/19

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14 Spielerporträt »Ich

14 Spielerporträt »Ich fühle mich jetzt bereit für den Profifußball« Nach zwei torreichen Jahren mit Saarbrücken in der Regionalliga will Patrick Schmidt beim FCH in der 2. Bundesliga Fuß fassen Eine knappe Stunde war am vergangenen Wochenende gegen den Hamburger Sport-Verein gespielt, als FCH Cheftrainer Frank Schmidt seinem Angreifer mit der Rückennummer 32 die letzten Instruktionen vor seiner Einwechslung mit auf den Weg gab. Der mit einer gelben Karte vorbelastete Mittelfeldspieler Niklas Dorsch verlässt wenig später das Feld und Patrick Schmidt wird zum sechsten Mal im sechsten Saisonpflichtspiel des FCH eingewechselt. „Eine beeindruckende Kulisse, ein riesengroßes Stadion, das war schon etwas ganz Besonderes in meiner bisherigen Karriere“, erinnert sich der 25-Jährige an die Sekunden zurück, bevor er den Rasen des Hamburger Volksparkstadions betritt und nur zwei Zeigerumdrehungen später einen ersten Warnschuss von der rechten Strafraumkante folgen lässt. FCH Kapitän Marc Schnatterer tritt den folgenden Eckball gefährlich in den Hamburger Strafraum, findet den Kopf von Defensivspieler Patrick Mainka, dessen Abschluss zunächst noch entschärft werden kann. Kurz darauf landet das Spielgerät vor den Füßen von Patrick Schmidt, der keinen Moment zögert, eiskalt abzieht und den Ball wuchtig unter die Latte platziert. Es ist der Moment, in dem unter 46.000 Zuschauern nur noch die rund 800 mitgereisten Heidenheimer zu hören sind. Der FCH führt nach 64 Spielminuten beim Bundesliga-Absteiger. Patrick Schmidt rennt Richtung Eckfahne in die Arme von Marc Schnatterer. Der Sommerneuzugang feiert gemeinsam mit den weiteren Mannschaftskollegen sein erstes Pflichtspieltor für seinen neuen Arbeitgeber. Später in der Mixed-Zone des Austragungsortes der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hält sich die Freude des gebürtigen Homburgers In den beiden zurückliegenden Spielzeiten erzielte Patrick Schmidt in 65 Partien 41 Treffer in der Regionalliga Südwest für den 1. FC Saarbrücken. Seit Sommer 2018 geht er für den FCH in der 2. Bundesliga auf Torejagd. Patrick Schmidt im Zweikampf mit Verteidiger Hauke Wahl von Holstein Kiel am 2. Spieltag der laufenden Zweitligaspielzeit. in sehr überschaubaren Grenzen. Um den Lohn einer guten Leistung habe man sich gebracht, gibt er sichtlich enttäuscht vor den Medienvertretern zu Protokoll. Nach einer furiosen Schlussviertelstunde steht nach der 2:3-Niederlage anschließend die punktlose Heimreise nach Heidenheim an. Und dennoch bleibt zuversichtlich festzuhalten, dass die beeindruckende Tormaschinerie von Patrick Schmidt aus den vergangenen Jahren an diesem Samstagmittag auch im FCH Trikot ihre Fortsetzung gefunden hat. Springt man in die Vita des Saarländers ein paar Jahre zurück, so fällt auf, dass er sich seit seinem Wechsel im August 2014 vom 1. FC Saarbrücken zum 40 Kilometer entfernten Nachbarn FC Homburg konstant in die Torschützenliste der Regionalliga Südwest eingraviert hat. „So richtig geglaubt hat damals kaum noch einer an mich. Viele Verletzungen, vor allem im Schambeinbereich, hatten mich immer wieder zurückgeworfen“, blickt Patrick Schmidt zurück, der seine Jugendzeit bis 2009 beim 1. FC Saarbrücken und die folgenden drei Jahre bis hin zur U19 beim VfB Stuttgart verbracht hatte. Kurzausflug in den Profifußball Von Juli 2012 bis Dezember 2013 erzielte er in 17 Spielen zwei Treffer in der Regionalliga West für die zweite Mannschaft des FC Schalke 04, bevor er zur Rückrunde der Saison 2013/14 mithelfen sollte, seinen Jugendverein 1. FC Saarbrücken drittklassig zu halten. „Der damalige Trainer Milan Sasic suchte gezielt Spieler, die den Verein bereits gut kannten, um das Projekt Klassenerhalt in der Rückrunde noch erfolgreich zu gestalten“, erinnert sich Patrick Schmidt zurück, der in neun Partien lediglich einen Treffer beim 2:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock im März 2014 erzielte und den Abstieg der Saarländer nicht verhindern konnte.

Spielerporträt 15 Mittlerweile hatte Fuat Kilic das Traineramt übernommen und Patrick Schmidt war schnell „klar geworden“, dass er keine „reelle Chancen“ auf Einsatzzeiten habe. So folgte der nächste Vereinswechsel und eine entscheidende Begegnung beim FC Homburg ab September 2014. Entscheidende Begegnung in Homburg Der Athletiktrainer Steven Berni war es, mit dem er fortan unzählige intensive Einheiten durchgezogen habe und der den Körper des damals 21-Jährigen „immer stabiler“ bekam. „Wir arbeiten heute noch zusammen, er ist wie ein Freund für mich geworden und eine absolute Schlüsselperson in meiner Fußballerkarriere. Er war für mich da, als eigentlich niemand mehr an mich geglaubt hatte“, stellt Patrick Schmidt für den heute 29-jährigen Weggefährten wertschätzend heraus. Auch das „große Vertrauen“ der handelnden Personen des FC Homburg habe er zu jeder Zeit gespürt und sich „Stück für Stück weiterentwickeln können“. Nachdem der Angreifer in der Saison 2014/15 zwölf Treffer in 21 Einsätzen erzielte, ließ er in der anschließenden Spielzeit elf Tore in 16 Partien folgen. Zwar hatten ihn ein Muskelfaserriss sowie ein Adduktorenabriss zweitweise wieder mehrwöchig außer Gefecht gesetzt, die Verantwortlichen des 1. FC Saarbrücken erkannten im Sommer 2016 in Patrick Schmidt dennoch den passenden Torjäger für die angepeilte Rückkehr in die 3. Liga. Torejagd durch die Regionalliga Südwest Zurück an alter Wirkungsstätte und endlich vollständig verletzungsfrei erzielte er 14 Tore in den ersten 17 Saisonspielen, ließ bis Saisonende acht weitere folgen und der ehemalige Erstligist verpasste als Drittplatzierter nur knapp die Aufstiegsspiele. 19 Treffer in 30 Ligaeinsätzen in der Folgesaison 2017/18 waren schließlich die Grundlage für die Saarbrücker Meisterschaft in der Regionalliga Südwest und Argumente genug, um sich für Aufgaben im deutschen Profifußball interessant zu machen. „Ich fühlte mich nun bereit für diesen Schritt und habe ihn mir vor allem zugetraut“, erinnert sich Patrick Schmidt an das Frühjahr dieses Jahres zurück, als neben dem FCH zahlreiche andere höherklassige Vereine um seine Dienste warben. „In Heidenheim haben schon einige Spieler im Profifußball Fuß gefasst. Das war, neben anderen Dingen, am Ende für mich ausschlaggebend“, so der 25-Jährige über seine Beweggründe für die Unterzeichnung seines Vierjahresvertrages auf dem Schlossberg. Sprung in die 2. Bundesliga Die Krönung seiner zweijährigen Torjagd für den 1. FC Saarbrücken blieb Ende Mai dieses Jahres leider aus, als der TSV 1860 München in den Aufstiegsspielen (Schmidt erzielte einen Treffer) knapp die Oberhand behielt. Seine anschließende kurze nur knapp dreiwöchige Sommerpause habe er allerdings genutzt, um die Enttäuschung zum Saisonende zu verarbeiten und den Blick nach vorne auf seine neue Aufgabe zu richten. „Die Vorfreude auf die Chance, ab jetzt in der 2. Bundesliga Fuß fassen zu dürfen, hat sehr schnell überwogen“, erinnert sich der 25-Jährige zurück. Auf das ruhige, ehrgeizige und professionelle Umfeld habe er sich ohnehin riesig gefreut, nicht zuletzt deshalb, weil die Heidenheimer Vergangenheit viele Beispiele aufweise, in denen Spieler aus unterklassigen Ligen den Sprung in den Profifußball geschafft haben. Angesprochen auf seine ersten Eindrücke nach dem Start der Sommervorbereitung hebt der Saarländer die Durch die tägliche intensive Trainingsarbeit unter »hervorragenden Bedingungen« auf dem Schlossberg fühlt sich Sommerneuzugang Patrick Schmidt bestens vorbereitet, um »schnellstmöglich« den Anforderungen der 2. Bundesliga gerecht zu werden. »Steckbrief« Name: Patrick Schmidt Position: Angriff Geb./Sternzeichen: 10.09.1993 in Homburg/Jungfrau Grösse: 1,85 m Gewicht: 83 kg Beim FCH seit: Juli 2018 Spiele/Tore für den FCH: 6/1 Frühere Klubs: FC Schalke 04, FC Homburg, 1. FC Saarbrücken Präsenz der FCH Profis in der Region hervor. „Unsere Testspiele auf den Sportplätzen der umliegenden Amateurvereine waren eine tolle Sache. Die Nähe, die der FCH hier zu den Fans und Menschen in der Region sucht und zulässt, gefällt mir sehr“, fügt er hinzu und ergänzt selbstredend, dass er sich in seiner neuen Umgebung rund um die Voith- Arena bereits bestens eingelebt habe. „Nach den ersten knapp zwei Monaten im Hotel habe ich nun auch meine eigene Wohnung bezogen und bin gerade damit beschäftigt, sie einzurichten“, gibt Patrick Schmidt abschließend einen kurzen Einblick in seine aktuelle Freizeitbeschäftigung, wenn er nicht gerade mit seinen Teamkollegen auf dem Schlossberg arbeitet, um seinem ersten Pflichtspieltreffer am vergangenen Samstag im Volksparkstadion von nun an weitere für den FCH folgen zu lassen.

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