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Die Frucht aus dem Paradies Foto: stock.adobe.com/HandmadePictures TOMATEN In Österreich kennt man sie als Paradiesäpfel – oder mundartlich Paradeiser. Und wahrhaft ist die Tomate, die Christoph Kolumbus 1498 von seiner zweiten Amerika-Reise nach Europa brachte, eine Frucht wie aus dem Paradies. Kein anderes Gemüse essen die Deutschen so oft und so gerne wie Tomaten. Mittlerweile liegt unser Pro- Kopf-Verbrauch bei 27,2 Kilogramm, das sind 28 Prozent unseres gesamten Gemüseverzehrs. Damit führen Tomaten die Hitliste der meistverzehrten Gemüsesorten unangefochten an. Mit großem Abstand folgen Möhren, Karotten und Rote Beete mit zusammen 8,7 Kilogramm, Zwiebeln mit 8,0 Kilogramm, Gurken mit 6,5 Kilogramm sowie Rot- und Weißkohl zusammen mit 4,1 Kilogramm. Der Begriff Tomate leitet sich übrigens von dem Namen „tomatle“ ab, den diese Frucht ursprünglich in ihren Heimatländern Peru und Mexiko trug. Christoph Kolumbus brachte die Tomate 1498 von seiner zweiten Reise mit nach Europa. Jahrhundertelang wurde sie jedoch als Zierpflanze bewundert, da sie zunächst als giftig galt. Wie man heute weiß, trifft dies aber nur auf die unreifen Tomaten zu, die die Substanz Solanin enthalten. Außerdem wurde der Tomate nachgesagt, sie würde Liebeswahn hervorrufen, was ihr den Beinamen „Liebesapfel“ eintrug. Aus der deutschen Küche ist die scharlachrote Frucht nicht mehr wegzudenken. Als Rohkostgemüse sind Tomaten ideal, man kann sie so aus der Hand essen oder als Salat genießen. Tomaten sind ein beliebter Brotbelag, ergeben aber auch kräftige Suppen und Saucen. Mit Basilikum, Olivenöl und Mozzarella wird aus ihnen ein kulinarischer Klassiker; Caprese, Pizza und Pastagerichte sind ohne Tomaten kaum denkbar. Deshalb finden wir Tomaten auch in vielen Fertigprodukten. Die Paradiesäpfel sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch nährstoffreich. Sie versorgen uns mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere mit Vitamin C und Kalium. Mit nur 17 kcal pro 100 Gramm gehören Tomaten zu den kalorienärmsten Gemüsesorten. Somit eignen sie sich auch hervorragend für die Diätküche. Die Tomate darf auch in keiner Hausapotheke fehlen, wirken ihre Säuren doch appetitanregend. Magen und Bauchspeicheldrüse werden angekurbelt, außerdem wirkt Tomatensaft entwässernd und blutdrucksenkend. Die allabendlich genossene Tomate sorgt für entspannte Nerven und ruhigen Schlaf. Darüber hinaus dient der rote Farbstoff der Tomaten, das Lycopin, in unserem Körper als Fänger von Radikalen und ist somit als wirksames Krebsschutzmittel anzusehen. Nach ihrer Form und Größe werden vier Tomatensorten unterschieden: • Kugeltomaten: unsere „normalen“ Tomaten. Kugeltomaten sind nach wie vor die beliebteste Handelssorte. Ihrer Form nach sind sie rund oder hochrund. • Fleischtomaten: werden auch „gerippte“ Tomaten genannt. Fleischtomaten sind wesentlich größer und schwerer als Kugeltomaten und enthalten fünf oder mehr Fruchtkammern. Sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie süßer als die üblichen Tomaten sind und weniger Fruchtsäuren enthalten. Außerdem sind sie arm an Kernen. Foto: stock.adobe.com/ Jacek Chabraszewski • Flaschentomaten: sind in der Schweiz auch als Peretti-Tomaten oder in Italien als Roma oder San Marzano bekannt. Diese länglichen, flaschenoder birnenförmigen Tomaten werden nur im Mittelmeerraum angebaut. Sie finden immer mehr Freunde, da sie sehr süß und aromatisch sind und obendrein nur wenige Samen enthalten. Dabei sind sie dickfleischig und lassen sich sehr gut schälen. • Kirsch-Tomaten: heißen auch Cherry-, Cocktail- oder Partytomaten. Diese maximal zweieinhalb Zentimeter großen Minitomaten weisen wahrscheinlich die größte Ähnlichkeit mit der südamerikanischen Urform auf. Sie sind süßer als herkömmliche Tomaten und sind sehr beliebt als Garnitur oder Partysnacks. Wirths PR Zweierlei Bruschetta all’abruzzese Bruschetta mit Tomaten und Knoblauch Zutaten (für vier Personen): Vier mittelgroße Scheiben Weizenmischbrot, drei reife Tomaten, zwei Knoblauchzehen, einige Blättchen Basilikum, 4 EL Olivenöl, Salz, schwarzer Pfeffer Zubereitung: Brotscheiben jeweils zwei Minuten auf beiden Seiten rösten. Tomaten häuten, entkernen und zerdrücken. Knoblauch abziehen, eine Zehe in dünne Scheiben, die Basilikumblättchen in dünne Streifen schneiden. Brotscheiben mit der zweiten Knoblauchzehe kräftig einreiben, mit Olivenöl beträufeln und mit Tomaten und Knoblauch belegen. Brote mit Salz, Pfeffer und Basilikum würzen und vor dem Servieren nochmals zwei Minuten im Ofen erwärmen. Bruschetta mit Tomaten und Oliven Zutaten (für vier Personen): Vier mittelgroße Scheiben Weizenmischbrot, drei reife Tomaten, 50 g schwarze Oliven ohne Stein, eine Knoblauchzehe, 4 EL Olivenöl, Salz, schwarzer Pfeffer, Basilikum Paprika mit Soja-Reis-Füllung Zutaten (für vier Personen): 100 g Soja-Granulat, vier mittelgroße gelbe Paprikaschoten, 125 g Naturreis, 250 ml Gemüsebrühe, zwei Zwiebeln, 100 g Möhren, 2 EL Rapsöl, 500 g stückige Tomaten, 1/2 TL Meersalz, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Kräuter italienische Art, 1/2 TL mildes Paprikapulver, eine Prise Zucker Zubereitung: Soja-Granulat mit 180 ml Wasser mischen. Paprika waschen und das obere Drittel abschneiden, Kerne und Scheidewände der Paprika entfernen. Reis mit Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen, bei mäßiger Hitze 15 Minuten ziehen lassen, sodass er noch körnig ist. Inzwischen Zwiebeln abziehen und hacken, Möhren und Paprikadeckel würfeln. Das Gemüse in heißem Rapsöl andünsten, das gequollene Soja-Granulat zufügen und zwei bis drei Minuten mit anbraten. 150 g Tomaten zugeben, kräftig würzen und alles fünf Minuten garen. Gemüse-Soja-Masse mit dem Reis mischen und in die Paprikaschoten füllen. Schoten in eine Auflaufform geben, restliche Tomaten angießen bei 200 °C etwa 20 Minuten garen. Heger GmbH Pesto mit Tomatenmark Zutaten (für vier Personen): Ein halbes Bund Petersilie, zwei Zweige Basilikum, 60 g Hartkäse (Parmesan oder Grana Padano), 40 g Sonnenblumenkerne, 40 g Tomatenmark, 1 EL Balsamico, eine kleine rote Chilischote, 1/2 TL schwarzer Pfeffer, 100 ml Olivenöl, Salz Zubereitung: Petersilie und Basilikum kalt abbrausen, gut abtropfen lassen. Käse fein reiben. Sonnenblumenkerne, Kräuter, Käse, Tomatenmark, Balsamico, Chili, Pfeffer und Öl im Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren, mit Salz pikant abschmecken. In ein Glas gefüllt und mit etwas Öl bedeckt, hält sich das Pesto im Kühlschrank eine bis Wochen. Mit etwas Feta schmeckt es besonders gut auf frischem, knusprigem Ciabatta. Tagliatelle alla Sorrentina Zutaten (für vier Personen): 500 g Strauchtomaten, drei Schalotten, vier Knoblauchzehen, 150 g Mozzarella, einige Zweige Basilikum, 400 g Tagliatelle, 3 EL Olivenöl, weißer Pfeffer, Salz, 1 TL Zucker, 40 g Parmesan Zubereitung: TTomaten waschen, abtropfen lassen, halbieren und Stielansätze entfernen. Schalotten und Knoblauchzehen schälen, in kleine Würfel schneiden, Mozzarella abtropfen lassen und in Würfel schneiden. Basilikum zupfen und in dünne Streifen schneiden. Nudeln zubereiten. Öl erhitzen, Schalotten und Knoblauch andünsten, Tomaten zugeben, kurz mit erhitzen und mit Pfeffer, Salz, Zucker und einem Teil des Basilikums abschmecken. Tomatensauce vom Herd nehmen, Mozzarella zugeben und kurz mit erhitzen. Die Nudeln mit der Tomatensauce anrichten und mit Basilikum und Parmesan bestreuen. Ihr Küchenfachgeschäft für’s Bachtal, den Kreis Heidenheim und Dillingen KÜCHEN SCHARPF Gewerbestr. 16 89428 Syrgenstein-Landsh. Fon 09077 700554 www.kuechen-scharpf.de Foto: stock.adobe.com/ Iuliia Metkalova Zubereitung: Brotscheiben jeweils zwei Minuten auf beiden Seiten rösten. Tomaten häuten, entkernen und zerdrücken. Oliven vierteln, Knoblauch abziehen und in dünne Scheiben, die Basilikumblättchen in dünne Streifen schneiden. Brotscheiben mit Olivenöl beträufeln, mit Tomaten, Oliven und Knoblauch belegen. Mit Salz, Pfeffer und Basilikum würzen und vor dem Servieren nochmals zwei Minuten im Ofen erwärmen. Rezepte/Fotos: Wirths PR Der gute Wein zum guten Essen … für den vollendeten Genuss. Wein braucht Wissen und Erfahrung. Heger GmbH Helmut-Bornefeld-Str. 22 89522 Heidenheim Telefon 0 73 21/92 97 97 weinschatulle@online.de Foto: stock.adobe.com/kaliantye

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