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Der Patient 3-2017

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8 ausgabe 3. Quartal

8 ausgabe 3. Quartal 2017 Zeitung Des KliniKums HeiDenHeim Der Patient Qualität im Krankenhaus rezertifizierung der Zentralen Sterilgutversorgung (ZsVa) Am Montag, 3. und Dienstag, 4. April 2017 fand die erste Rezertifi zierung der Zentralen Sterilgutversorgung (ZSVA) statt. Die beiden auditoren Dr. thomas Kießling und Bernd golbach vom tÜV rheinland überprüften, ob die anforderungen der entsprechenden norm, der Din isO 13485:2012 erfüllt werden. ebenso wurde ein augenmerk darauf gesetzt, ob die empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und infektionsprävention (Krin- KO) beim robert-Koch-institut (rKi) und des Bundesinstituts für arzneimittel und medizinprodukte (Bfarm) zu den „anforderungen an die Hygiene bei der aufbereitung von medizinprodukten“ umgesetzt werden. ZsVa-leiter Jürgen Bierlein und sein stellvertreter marcel thur wurden ebenso intensiv befragt wie auch Bernd linsmeier und Heidrun Kersten vom institut für Krankenhaushygiene sowie der leiter der materialwirtschaft Helge reinmüller, als es um die Beschaffung von medizinprodukten für die ZsVa ging. eine mehrstündige Begehung in den räumlichkeiten vor Ort rundete das audit ab. unterstützt wurde die mannschaft der ZsVa dabei durch stefanie Baumeister und thomas schönemeier aus der der stabsabteilung Projektund Qualitätsmanagement des Hauses. am ende des audits konnte der geschäftsführer udo lavendel im abschlussgespräch dann die gute nachricht vernehmen, dass die beiden auditoren die uneingeschränkte Wiedererteilung des Zertifikats empfehlen. Zwar gibt es wie in jedem audit auch anmerkungen bzw. hier sogenannte nichtkonformitäten, welche in der Folge zu bearbeiten sind, aber dies ist ja auch ein Zweck dieser Überprüfung. Die kontinuierliche Verbesserung braucht solche anstöße von außen, um die Prozesse insgesamt zu optimieren. Das Zertifikat gilt für drei Jahre, im Frühjahr 2018 findet dann das erste Überwachungsaudit statt. In der ZSVA werden die Medizinprodukte, die im Klinikum mehrmals zum Einsatz kommen, auf sehr hohem hygienischen Niveau steril aufbereitet, d. h. fachgerecht gereinigt, geprüft, gepflegt, desinfiziert und verpackt. Die ZSVA – die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung neben dem Zentral-OP- Bereich versorgt die ZsVa auch Pflegestationen, ambulanzen, untersuchungsabteilungen sowie die apotheke mit sterilen Produkten. Für die verschiedenen Operationen werden beispielsweise sterilguteinheiten durch die ZsVa aufbereitet. eine sterilguteinheit entspricht einem instrumenten-Container mit den maßen 30 x 30 x 60 cm. er beinhaltet die notwendigen chirurgischen instrumente für die Operateure. Diese chirurgischen instrumente gehören zu den sogenannten medizinprodukten, an deren aufbereitung sehr hohe anforderungen gestellt werden. Zahlreiche normen und richtlinien gilt es einzuhalten: Jeder einzelne schritt der aufbereitung muss geprüft und dokumentiert werden. spende zugunsten der Kinderklinik 300 euro für KiJu Zukunft der Pädiatrie im ländlichen raum symposion führte zu Einigkeit über zukünftigen Weg Am Donnerstag, 11. Mai 2017 überreichten drei Damen vom Familienfanclub „Fußballmania Heidenheim“ des 1. FC Heidenheim 1846 e. V. einen Spendenscheck in Höhe von 300 Euro an den Förderverein der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin e.V. Die Fanclubvorsitzende monika Kopp, ihre stellvertreterin andrea Kolb-Henne und Christina stadelmaier übergaben die spende in der ambulanz der Kinderklinik auf dem schlossberg an den Fördervereinsvorsitzenden norbert Bereska und seine stellvertreterin andrea Welsch. mit dabei waren Kinderklinik-Chefarzt Dr. andreas schneider sowie die Fördervereinsmitgliedsdamen renate schwarz und Dr. Bärbel schweickardt. Die spende resultiert aus einem teil der mitgliedsbeiträge des Fanclubs, der seit sieben Jahren besteht und der jedes Jahr eine wohltätige einrichtung mit einer fi nanziellen aufmerksamkeit unterstützt. norbert Bereska nahm diese aufmerksamkeit mit großem Dank entgegen und versprach eine sehr geeignete Verwendung zum Wohle der jungen Patienten in der Heidenheimer Kinderklinik. Der Förderverein der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Heidenheim e. V. (KiJu) setzt sich ideell und fi nanziell für eine bessere kinder- und jugendgerechte raumgestaltung sowie verbesserte Betreuungsmöglichkeiten in der Kinderklinik ein. in 15 Jahren hat der Förderverein mehr als 250 000 euro an spendengeldern zugunsten der Kinderklinik gesammelt. Klein und familiär, so kann der rund 30 köpfige Fanclub „Fußballmania Heidenheim“ bezeichnet werden, dem im siebten Jahr seines Bestehens inzwischen neben Frauen und Kindern auch Männer angehören. Spendenübergabe im Ambulanzbereich der Kinderklinik: Mit dabei waren Renate Schwarz, Dr. Bärbel Schweickardt, Andrea Kolb-Henne, Dr. Andreas Schneider, Christina Stadelmaier, Norbert Bereska, Monika Kopp und Andrea Welsch (v. l.). Das Team des Pädiatrie-Projekts aus der Klinikum Heidenheim zusammen mit den Referenten des Symposions, v. l.: Jochen Scheel (Geschäftsführer der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland – GKinD e. V.), Chefarzt Dr. Andreas Schneider, Elfriede Zoller (Stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinderkrankenpflege), Kaufmännischer Direktor Robert Filter, Susanne Brand (Pflegedienstleiterin der Kinderklink Bielefeld-Bethel und Vorstandsmitglied GKinD), Pflegedienstleiterin Vivien Müller, Projektkoordinatorin Elke Fress-Kurz und Moderator Manfred Kiss. Auf dem Bild fehlt Dr. Christoph Kupferschmid (Niedergelassener Kinderarzt und langjähriger Vorstand des Berufsverbandes der Kinderärzte). Am Samstag, 2. April 2017 fand im Hörsaal das Symposion „Zukunft der Pädiatrie im ländlichen Raum“ statt. Rund 80 Teilnehmer, darunter Elternvertreter, Vertreter von Schulen, der Geschäftsleitung und niedergelassene Ärzte, Mitarbeiter der Kinderklinik und ärztliche Vertreter wichtiger Kooperationspartner im Hause waren der Einladung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gefolgt. am Vormittag sprachen renommierte referenten in ihren Vorträgen über die Zukunft der Pädiatrie und stellten mögliche Personal- und strukturentwicklungsprozesse für Kinderkliniken vor. Viele der impulse wurden von den teilnehmern in den anschließenden Workshops aufgegriffen und inhaltlich mit dem Ziel vertieft, konkrete ideen und ansätze für die Weiterentwicklung der Kinderklinik auf dem Heidenheimer schlossberg zu generieren. im Fokus des tages lag, und darüber wurde einigkeit bei allen akteuren dieses tages erzielt, dass das Ziel der bestmöglichen Behandlung von Kindern und Jugendlichen aber auch der Familien und die schaffung der dafür erforderlichen strukturen und abläufe nur gemeinsam mit allen internen und externen stakeholdern erreicht werden könne. Zu den stakeholdern zählen alle interessierten menschen und Berufsgruppen der gesellschaft, die an der zukunftsorientierten, auch medizinischen, Versorgung von Kindern und Jugendlichen beteiligt sind. Diese Kooperation der Kliniker mit allen Behandlungspartnern, dazu gehören niedergelassene Ärzte, mitarbeiter der Frühförderung, aus den schulen und den elternvertretungen, schafft eine essentielle Basis, um den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam erfolgreich begegnen zu können. aus vielen einzelperspektiven sollen tragfähige lösungen für ein gesamtpaket geschnürt werden. Chefarzt Dr. schneider zeigt sich sehr zufrieden: „mit dem symposion ist es uns gelun- gen, eine gemeinsame Plattform für die nun folgende entwicklungsarbeit in einer „Zukunftswerkstatt“ zu bilden. Dabei hoffen wir, dass viele Vertreter der angesprochenen gesellschaftlichen gruppen und der Kinderklinik mitwirken und ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen, um die Zukunft der pädiatrischen Versorgung im Klinikum und für den landkreis auf die sich ändernden Verhältnisse auszurichten“. Der nächste schritt: Die ergebnisse des symposions werden in einer „Zukunftswerkstatt“ weiterentwickelt und in konkrete Konzepte formuliert. innerhalb eines rund zweijährigen Prozesses sollen dabei definierte arbeitsprojekte für ein strategiepapier der Zukunft entstehen, aus dem entwicklungsschritte dann Zug um Zug umgesetzt werden können. Der start der Zukunftswerkstatt erfolgte im mai 2017. „Das wichtigste ergebnis der Veranstaltung bildet die Herausforderung, dass eine Zukunftsentwicklung einer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin nicht nur die eigenen ideen berücksichtigen kann und darf, sondern die anforderungen aus den wichtigsten Vertretergruppen kindlicher und jugendlicher Belange mit berücksichtigen muss. ein zweites wichtiges ergebnis stellt die notwendigkeit dar, die ärztliche und pflegerische mannschaft konsequent auf diese Herausforderungen vorzubereiten, durch ausund Weiterbildung sowie neue Konzepte der stationsversorgung und des Besetzungskonzeptes vor allem der Pflege“, so das Fazit des Chefarztes.

Der Patient 9 Zeitung Des KliniKums HeiDenHeim ausgabe 3. Quartal 2017 tag des ehrenamtes Feier mit ehrenamtlich Aktiven im Klinikum Am Mittwoch, 26. April 2017 stand das Ehrenamt im Mittelpunkt der kleinen feierlichen Veranstaltung im Hörsaal. Die Klinikgeschäftsleitung hatte die ehrenamtlich im Klinikum Heidenheim und der geriatrischen rehaklinik giengen tätigen Personen aus den konfessionellen Krankenhausbesuchsdiensten im landkreis und die mitglieder des im Klinikum tätigen Patientenservices eingeladen. Der katholische Klinikseelsorger uli redelstein würdigte deren freiwillige arbeit als wertvollen Dienst für die Patienten. sie trügen durch ihr hilfreiches ehrenamt dazu bei, grenzen zu überwinden, Hoffnung zu geben und damit die Herzen der Kranken zu öffnen. Impressionen der Veranstaltung mit den Rednern (v.l.) Udo Lavendel, Uli Redelstein und Thomas Reinhardt, der als kleines Dankeschön Rosen überreichte. landrat und Klinikaufsichtsratsvorsitzender thomas reinhardt bezeichnete sich als Fan der Besuchsdienste, die den Patienten unterstützung, Beistand und Begleitung gäben, auch wenn das familiäre umfeld oder der Freundeskreis ausbleibe. Für diesen uneigennützigen einsatz sprach er den anwesenden seinen Dank und großen respekt aus und überreichte als kleines Dankeschön allen jeweils eine rote rose. Klinikgeschäftsführer udo lavendel charakterisierte das ehrenamt, in dem sich heutzutage jeder dritte Bürger engagiere, als wichtige stütze der gesellschaft, die nicht mehr wegzudenken sei. Würde diese stütze fehlen, wäre die gesellschaft ärmer. etwas zu tun, um zu helfen, ohne eine gegenleistung zu erwarten, dies zeichne die ehrenamtlichen aus, die dadurch auch mit dazu beitrügen, die Welt ein stückchen zu verbessern, so seine Überzeugung. seine Zeit anderen zu schenken für ein gespräch, aber auch um Halt oder trost zu spenden oder auch einfach nur da zu sein, dafür dankte er den im Dienst für die Patienten engagierten ehrenamtlichen. Bundesfreiwilligendienst (BFD) luca Kolb: Der Bundesfreiwilligendienst hat mir viel gebracht Der neue Bundesfreiwilligendienst (BFD) bildet ein Angebot für Männer und Frauen aller Altersgruppen. Das freiwillige Engagement ist für alle Personen, die älter als 27 Jahre sind auch in Teilzeit möglich. Es besteht die Möglichkeit, diese Zeit als Praktikum anrechnen zu lassen oder den BFD zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Studienplatz zu nutzen. luca Kolb absolvierte von Oktober 2016 bis Juni 2017 seinen BFD in der Verwaltung des Klinikums. Die redaktion sprach mit ihm über seine erwartungen und erfahrungen. Redaktion: Wie wurden Sie auf den BFD aufmerksam? Luca Kolb: Da ich nach meinem abitur noch keine Zukunftspläne hatte, was ausbildung oder studium betraf, kam für mich nur das ausland oder eben ein FsJ oder BFD in Frage. Da aber zurzeit fast jeder nach dem abitur ins ausland geht, wollte ich nicht das gleiche machen wie alle anderen. im internet gab es jede menge Werbung und stellenangebote für den BFD. nach genauerer recherche fand ich viele attraktive angebote und einsatzstellen, welche mich letztendlich interessiert und zu einem BFD motiviert haben. Redaktion: Was haben sie vom BFD erwartet? Luca Kolb: ich habe vor allem vom BFD erwartet, dass ich langsam aber sicher in die arbeitswelt hineinwachse. nicht wie bei einem Ferienjob, wo alles nach ein paar Wochen vorbei ist, sondern wirklich ein Jahr lang früh aufstehen und dann auch gleich gefordert sein. außerdem wollte ich auch allgemeine Berufserfahrung sammeln und gleichzeitig Zeit gewinnen, um mir über meine Zukunft gedanken machen zu können. Redaktion: Was hat Ihnen die BFD-Zeit gebracht? Luca Kolb: ich habe mich persönlich weiterentwickelt und freue mich jetzt auf neue aufgaben bei einem neuen arbeitgeber. außerdem habe ich nicht nur viel über mich, sondern auch viel über andere Personen gelernt. Durch den BFD stehe ich jetzt langsam aber sicher in der arbeitswelt, trotzdem, dass ich gelernt habe, dass man sich nicht von 0 auf 100 in einem Betrieb zu recht fi ndet. ich habe auf jeder ebene viel dazugelernt, egal ob es den direkten Kontakt mit fremden menschen betrifft oder meine persönlichen Fähigkeiten. Redaktion: Stichwort „BFD- Seminar“, wie lautet ihr Urteil dazu? Luca Kolb: auf dem seminar sollte man sich nicht nur mit den leuten beschäftigen, die von der einsatzstelle ebenfalls dabei sind oder die man schon kennt, sondern auch neue Kontakte knüpfen. man hat dort „unterricht“ von 9:00 bis 15:30 uhr, mit zwei Kaffeeund einer mittagspause. Daher hat man gleich viel Freizeit, wie bei der normalen arbeit in der einsatzstelle und kann sogar länger schlafen. Die seminare sprechen meistens leider nicht alle einsatzgebiete an und werden deshalb von den BFD‘lern oft kritisiert. allgemein fi nde ich es aber eine gute abwechslung zum arbeitsalltag. am interessantesten war für mich das seminar über politische Bildung, da man sich mit aktuellen themen auseinandergesetzt hat, die jeden von uns betreffen. Redaktion: Wurden Ihre Wünsche und Vorstellungen erfüllt? Luca Kolb: Zum großen teil ja. ich wurde hier sehr freundlich aufgenommen und beim einarbeiten sehr gut unterstützt, wofür ich allen beteiligten Personen sehr dankbar bin. ich habe viel dazu gelernt und sehr viel arbeitserfahrung gesammelt. ich habe mich ebenfalls persönlich weiterentwickelt und bin durch den BFD bereit für neue Herausforderungen und aufgaben, die in nächster Zeit auf mich zukommen werden. alles in allem bin ich froh über meine entscheidung, einen BFD zu absolvieren und diesen gemacht zu haben Redaktion: Herr Kolb, vielen Dank für das Gespräch und Ihnen viel Glück und Erfolg auf Ihrer weiteren Karriereleiter. Der Steinheimer Luca Kolb, Abiturient des Heidenheimer Wirtschafts- gymnasiums BFD im Klinikum Heidenheim Während des Dienstes im Klinikum erhalten die BFD-ler eine monatliche Vergütung in Höhe von 550 euro (inklusiv eines finanziellen ausgleichs für unterkunft und Verpflegung). Da das Klinikum die kompletten sozialleistungen trägt, wird die Vergütung ohne abzüge ausgezahlt. neben 25 pädagogischen Begleittagen besteht ein anspruch auf urlaub und ein qualifiziertes arbeitszeugnis. Zudem wird arbeitskleidung vom Klinikum Heidenheim gestellt. Während des freiwilligen einsatzes besteht die möglichkeit im Wohnbereich des Klinikums zu mitarbeiterkonditionen zu wohnen. im Klinikum Heidenheim stehen BFD-Plätze in folgenden Bereichen zur Verfügung: Pflegedienst / Zentrale notaufnahme, Zentrale sterilgutversorgung, Versorgungsdienst, Patiententransport, technischer Dienst und Verwaltung. ansprechpartnerin: Brigitte müller (Personalbetreuung), telefon: 07321 33 2033, telefax: 07321 33 2068 oder e-mail: Brigitte.mueller@Kliniken-Heidenheim.de Heidenheim will staufrei werden mittel aus dem bundesweiten Innovationsfonds beantragt Die Gesundheitspartner der Region Heidenheim haben ein neues Konzept entwickelt, mit dem die Keimbelastung in der Bevölkerung reduziert werden kann. Dadurch soll im Falle einer notwendigen aufnahme im Klinikum Heidenheim die Zahl keimtragender Patienten, die erreger mit ins Krankenhaus bringen, deutlich gesenkt werden, um als Konsequenz daraus, das risiko für keimbedingte schwere Komplikationen verringern zu können. Dafür hoffen sie nun auf Fördergelder aus dem innovationsfonds für ein wegweisendes und innovatives Hygieneprojekt. staufrei ins Krankenhaus - da- bei geht es nicht um die Verbesserung der Verkehrslage im landkreis Heidenheim, sondern um die Vermeidung von infektionen mit dem erreger staphylococcus aureus, auch in seiner multiresistenten ausprägung. Dieser erreger ist für viele infektionen im Krankenhaus verantwortlich. Das Klinikum unternimmt bereits große anstrengungen, um die Verbreitung des Keims zu verringern. Die allermeisten Keime werden jedoch von Patienten ins Krankenhaus mitgebracht. mit dem staufrei-Projekt wollen Klinikum und niedergelassene Ärzte des landkreises deshalb nun gemeinsam gegen den Keim vorgehen und haben mittel aus einem Fonds der Bundesregierung beantragt, der innovationen im gesundheitswesen fördert. Für das staufrei-Projekt hat das Heidenheimer Klinikum gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, großen Krankenkassen und der Kreisärzteschaft Heidenheim, dem Heidenheimer mre-netzwerk und den Pflegediensten des landkreises ein neues Konzept entwickelt: statt im Krankenhaus sollen alle Patienten, bei denen ein eingriff im Klinikum Heidenheim geplant ist, bei ihrem eigenen Hausoder Facharzt auf die erreger hin untersucht werden. Dafür reicht ein nasen- oder Wundabstrich. Patienten, bei denen ein staphylococcus aureus nachweisbar ist, können diesen mit einfachen mitteln vor dem Krankenhausaufenthalt loswerden. Dafür müssen sie vor der aufnahme im Krankenhaus regelmäßig eine spezifische salbe und Waschcreme anwenden. Der Vorteil ist, dass sich Patienten bequem zu Hause von den erregern befreien können und es das risiko verringert, dass Patienten länger im Krankenhaus bleiben müssen oder eine infektion bekommen. um dieses Projekt umzusetzen, hat das Klinikum federführend für die Projektpartner im mai das Konzept im innovationsfonds eingereicht. innovative Versorgungsformen wie staufrei können jährlich aus dem innovationsfonds gelder beantragen. Von 2016 bis 2019 stellt dafür der gesetzgeber 300 millionen euro jährlich zur Verfügung. im innovationsausschuss in Berlin entscheiden dann die spitzenorganisationen der Ärzte und Krankenkassen sowie das gesundheits- und das Forschungsministerium darüber, welche Projekte eine finanzielle Förderung erhalten. Bei annahme des Heidenheimer Projektes würde es voraussichtlich anfang 2018 in Heidenheim gestartet und hat nach erfolgreicher umsetzung die Chance, auf ganz Deutschland ausgeweitet zu werden. im september wird mit der entscheidung gerechnet, ob die Heidenheimer Patienten von staufrei profitieren können. Der Fokus des Projekts „staufrei ins Krankenhaus“ liegt auf einer nachhaltigen und sektorenübergreifenden strategie zur Vermeidung der Übertragung problematischer Keime und es wäre damit beispielhaft für andere institutionen und Körperschaften bundesweit. Das Klinikum Heidenheim als Projektpartner, mit seinen umfangreichen aktivitäten zur Vermeidung der Verbreitung multiresistenter Keimen, zählt zu den auf diesem gebiet hoch ambitionierten und bereits sehr erfahrenen Kliniken in der deutschen Krankenhauslandschaft.

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