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Der Patient 2/2018

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Der Patient

schutzgebühr Zeitung des » Klinikums Heidenheim AUS DEM INHALT Zentrale Notaufnahme: mehr Diskretion und sicherheit nach umbau. Seite 2 1 euro www.kliniken-heidenheim.de ausgabe 2. Quartal 2018 | 1. april 2018 DER PATIENT Chefarztwahl im Klinikum Heidenheim sharma wird Chefarzt für Altersmedizin Hygiene: Projekt gegen ausbreitung gefährlicher Keime. Seite 2 Neues Endoskopiezentrum: untersuchungsmethoden konzentriert. Seite 3 Radioonkologie und Strahlentherapie: notfälle in der strahlentherapie. Seiten 4 Orthopädie und Unfallchirurgie: Vortragsabend rund ums Knie. Seite 5 Frauenheilkunde und Geburtshilfe: Wichtige gynäkologische Vorsorge und Behandlung. Seite 6 Hobbys von Mitarbeitern: anna-marie Barth alias audrey Hepburn. Seite 6 Allergien: nahrungsmittelallergien bei Kindern. Seite 7 Stroke-Unit: schlaganfallaufklärung in Heidenheim. Seite 8 Der Aufsichtsrat der Kliniken Landkreis Heidenheim gGmbH bestellte am 31. Januar 2018, den Chefarzt des zukünftigen Zentrums für Altersmedizin im Klinikum Heidenheim. Sevaram Sharma, der bisherige leitende Arzt der zur Inneren Medizin gehörenden Geriatrie in den Wertachkliniken am Krankenhausstandort Bobingen, südlich von Augsburg, wird zum Juli 2018 seine Tätigkeit in der Kliniken Landkreis Heidenheim gGmbH aufnehmen. Der neu gewählte Chefarzt ist internist und Facharzt für geriatrie. neben seiner schwerpunktkompetenz in geriatrie gehören magen-/Darmspiegelungen sowie ultraschalluntersuchungen zu seinen medizinischen leistungsschwerpunkten. er ist ein Verfechter besonderer alternativer therapieformen wie Yoga und spezieller atemtechniken. er wird das zukünftige Zentrum für altersmedizin, in dem die in giengen beheimatete Klinik für geriatrische rehabilitation, der auf dem schlossberg etablierte geriatrische schwerpunkte sowie die neue zukünftige akutgeriatrie vereint werden, verantwortlich führen. Der 51-jährige arzt ist verheiratet und Vater von drei Kindern. geboren in der stadt sohna im nordwestindischen Bundestatt Haryana, unweit der Bundeshauptstadt neu Delhi, absolvierte er sein medizinstudium mit dem abschluss „medicine Bachelor of surgery“ am zur „maharashtra university of Health sciences“ gehörenden „armed Forces medical College“ in Pune. Pune, auch Poona genannt, ist neuntgrößte stadt des indischen subkontinents. 1997 startete der zukünftige Heidenheimer Chefarzt seine ärztliche laufbahn in Deutschland, zunächst in einer internistischen Praxis, es folgten mehrere berufliche einsätze in arztpraxen und Krankenhäusern in nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und thüringen. seine internistische Facharztausbildung schloss er 2005 Der zukünftige Chefarzt der Altersmedizin Sevaram Sharma. ab und 2015 folgte die geriatrische Facharztprüfung. nach einer kurzen Zeit in der arzneimittelforschung in einem pharmazeutischen auftragsforschungsinstitut kehrte er 2013 zurück in die klinische arbeit, zunächst nach Bad Brückenau in die innere medizin und geriatrie der Capio-Franz-von- Prümmer-Klinik. 2016 wechselte er dann als leitender arzt in die abteilung geriatrie der Wertachkliniken in Bobingen bei augsburg. Für den zukünftigen Chefarzt stehen folgende Ziele im Fokus: aufgrund der Zunahme älterer menschen in der alterspyramide (fast jeder vierte Bundesbürger ist heute bereits rentner) bildet die etablierung einer akutgeriatrische Versorgung im landkreis einen zentralen Zukunftsbaustein. gleichzeitig gilt es, innerhalb der klinischen Versorgung von Patienten, die synergien mit der unfallchirurgie zu nutzen, um beispielsweise frühzeitige rehabilitationen anzubieten oder die gefahr von Komplikationen bei oft mehrfach erkrankten Patienten während oder kurz nach operativen eingriffen zu verringern. ebenso soll in der akutgeriatrie die Frührehabilitation von chronisch kranken geriatrischen Patienten, beispielsweise nach schlaganfällen oder aufgrund von multimorbidität – dem auftreten mehrerer schwerer Krankheitsbilder – schon während des stationären aufenthaltes einsetzen, mit dem Ziel, durch Frühmobilisation das entstehen von Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und schnell eine rehabilitationsfähigkeit der Patienten zu erreichen. leitartikel Der trend stimmt: steigende Patientenzahlen Geschäftsführer Udo Lavendel. Im Januar 2017 hat Udo Lavendel die Geschäftsführung der Kliniken Landkreis Heidenheim gGmbH übernommen. Er zieht eine Bilanz der ersten 400 Tage: Vieles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir erreicht, aber noch nicht alles. 2017 sind 1.000 stationäre Patienten mehr als 2016 im Klinikum behandelt worden. Dieses Plus von 4 % liegt deutlich über dem jährlichen Demografiewachstum von 0,5 %. ein klarer Beleg für das Vertrauen in die Versorgungsqualität und die leistungsfähigkeit unseres Klinikums Heidenheim. und dieser trend hält an. so konnten im Januar dieses Jahres erneut steigende Patientenbehandlungen verzeichnet werden. trotz der anhaltend positiven leistungszuwächse bleibt unser Klinikum wirtschaftlich noch unter seinen möglichkeiten. Wie ein großteil der Kliniken leiden auch wir unter den anhaltend restriktiven gesundheitspolitischen rahmenbedingungen. es fehlt eine faire und angemessene Finanzierung von leistungen und Kosten. um „Fit für 2020“ zu werden, das ist unser Ziel, wird das Klinikum grundlegend modernisiert und erneuert. Das im sommer 2017 verabschiedete sanierungskonzept ist auf den Weg gebracht und zeigt bereits nach acht monaten positive Veränderungen. Über die Hälfte der 70 Projekte dieses tragfähigen Konzeptes sind bereits umgesetzt bzw. befinden sich in realisierung. Bei umsetzung aller geplanten maßnahmen ist ab 2020 dann auch wieder mit positiven Überschüssen zu rechnen. sanierungsprozesse sind grundsätzlich anstrengend für alle Beteiligten. Da macht Heidenheim keine ausnahme. neben positiven entwicklungen zur Verbesserung der Patientenabläufe, die von allen mitarbeitern mitgetragen werden, gibt es in sanierungsprozessen auch weniger populäre entscheidungen. Die richtige lösung liegt nicht immer sofort auf der Hand. manchmal bedarf es zäher Verhandlungen und genauem abwägen auf der suche nach tragfähigen und nachhaltigen lösungen. Die große Herausforderung liegt für alle darin, sich auf notwendige Veränderungen einzulassen und dies als Chance wahrzunehmen. Die Bandbreite individueller stimmungslagen reicht, je nach persönlicher Betroffenheit, von Widerstand und ablehnung bis zu purer Begeisterung,: „endlich dürfen wir loslegen und allen zeigen, was wir draufhaben“. Die aufbruchsstimmung ist deutlich spürbar und das ist wichtig für die sogenannte „sprungkraft“ der Organisation. Wichtige neue impulse in medizin und Pflege konnten in den letzten monaten unter anderem durch die gewinnung medizinischer Koryphäen gesetzt werden. mit Dienstantritt der neuen Chefärzte Professor Dr. Daniel Walcher und Dr. robert Hefty werden neue und modernste Behandlungsmöglichkeiten in der Kardiologie und urologie jetzt auch in Heidenheim angeboten. an dem sich in der Vergangenheit aufgebauten investitions- und instandhaltungsstau wurde intensiv gearbeitet. Über 7 millionen euro sind alleine in instandhaltungsmaßnahmen zur Verbesserung der klinischen abläufe und der Betriebstechnik aufgewendet worden. ein Vielfaches im Vergleich zu den Jahren zuvor. im Fokus steht dabei stets die Verbesserung der Versorgungsqualität der Patienten. Zu nennen sind dabei die komplette neugestaltung der gynäkologischen und geburtshilflichen ambulanz, die etablierung des endoskopiezentrums, die durch umbau erzielte Verbesserung der Wartesituation in der Zentralen notaufnahme sowie das OPmanagement mit auslastungsoptimierung der OP-säle. aktuell in der umsetzung sind die etablierung einer Kurzliegerstation und einer stationären Holding area für die urologie. Die infrastruktur des in teilbereichen über 40 Jahre in Betrieb stehenden Klinikums ist nicht mehr zeitgemäß. einer möglichst schnellen Klinikmodernisierung kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Daher bildet die Fortsetzung des Klinikneubaus einen wesentlichen schwerpunkt des begonnen Veränderungsprozesses. sowohl für Patienten als auch für mitarbeiter ein wichtiger schritt. so erfolgte der startschuss für das zweite große investitionsprojekt zur realisierung des lange überfälligen neubauvorhabens mit Fertigstellung ende 2020. auch konnte mit dem Beginn der baulichen Zielplanung für die abschließende Klinikmodernisierung ein wichtiger meilenstein mit dem sozialministerium des landes Baden Würt- temberg auf den Weg gebracht werden. Ziel ist die inbetriebnahme des letzten Bauprojektes im Jahr 2024. als wesentlicher historischer meilenstein wurde durch den landkreis Heidenheim im Dezember 2017 ein millionenschweres Finanzierungspaket verabschiedet. ein wichtiger Beitrag des eigentümers für die Zukunftsfähigkeit des Klinikums und ein klares Bekenntnis, die kommunale trägerschaft mit allen Kräften zu stärken. Die modernisierung der Klinikinfrastruktur und die Bereitstellung moderner medizintechnik sind genauso notwendig wie die wirtschaftliche gesundung des Klinikbetriebs. Beides sind grundbedingungen für den angestrebten wirtschaftlichen erfolg. Das eine ist ohne das andere nicht umsetzbar. Positiv möchte ich erwähnen, dass wir im Klinikum Heidenheim trotz des wirtschaftlichen Drucks ein deutlich über den allgemeinstandards hinausgehendes Hygienemanagement anwenden. Was vor dem Hintergrund der landesweiten Diskussion zum thema Krankenhauskeime für unsere Patienten von enormer Bedeutung ist. ein Beweis für unsere herausragenden leistungen ist die Förderung unseres Projektes staufrei durch den gBa-innovationsausschuss. ein Vorhaben zur Verbesserung der infektionsrisiken, dessen Bedeutung und aufmerksamkeit weit über die landesgrenzen hinausgeht. stärken und positive entwicklungen müssen wir deutlicher herausstellen und an die Öffentlichkeit bringen. Bei der umsetzung des mottos „tue gutes und rede darüber“ sind wir oft noch zu bescheiden. schließlich gehört unser Klinikum Heidenheim nicht nur zu den großen Krankenhäusern im lande, sondern auch zu den Vorzeigekliniken mit einer sehr guten medizinischen Qualität und zugewandten Pflege. Der Veränderungsprozess geht mit gewaltigen schritten voran. Jeder „stein ist umgedreht“ und vieles wird auf den Prüfstand gestellt. unser Plan sieht vor, dass wir in wenigen Jahren ein topmodernes, hochleistungsfähiges und wirtschaftliches gesundheitszentrum sind. Doch vor dem erfolg steht der Fleiß: nichts passiert von allein. Für das mitziehen und die Bereitschaft sich auf den Veränderungsprozess einzulassen, für die Zuwendung an die menschen, die sich uns aus not, Krankheit, gebrechen und körperlicher wie psychischer einschränkungen anvertrauen, danke ich allen mitarbeitern. Udo Lavendel

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