Aufrufe
vor 11 Monaten

30.01.2019 GSN

  • Text
  • Giengen
  • Februar
  • Stadt
  • Januar
  • Burgberg
  • Dieter
  • Henle
  • Giengener
  • Hohenmemmingen
  • Brenz

20 MITTWOCH, 30. Januar

20 MITTWOCH, 30. Januar 2019 Giengener Stadtnachrichten AUS DEM RATHAUS Die Geehrten des Neujahrsempfangs Neujahrsempfang der Stadt Giengen am 20. Januar 2019 „Ein gutes neues Jahr: voller Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit!“ Foto: Kalle Linkert Dieser Termin ist auch für den Giengener Oberbürgermeister etwas Besonderes: Am Sonntag, den 20. Januar 2019 um 17 Uhr begrüßte er die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zum Neujahrsempfang in der bis auf den letzten Platz gefüllten und festlich geschmückten Walter-Schmid- Halle. Rund 800 Gäste zählten die Verantwortlichen – ein würdiger Rahmen. Musik und Begrüßung Für einen gelungenen musikalischen Beginn sorgten drei Stipendiaten der Stefan-Dorazelski-Stiftung: Matteo Weber am Piano, Jonathan Zenker an der Trommel und Estelle Weber an der Violine zeigten ihr Können auf beeindruckende Weise. Danach ergriff OB Dieter Henle das Wort. Zunächst begrüßte er alle Anwesenden und natürlich die zahlreichen Ehrengäste, unter ihnen MdB Roderich Kiesewetter, MdB Margit Stumpp, MdL Andreas Stoch und die beiden Amtsvorgänger Clemens Stahl und Gerrit Elser. Ein weiterer Gruß galt dem Gemeinderat, insbesondere den drei weiblichen Fraktionsvorsitzenden Alexandra Carle (Unabhängige/Grüne), Elisabeth Diemer-Bosch (CDU) und Gaby Streicher (SPD): „100 Prozent Frauenquote im Fraktionsvorsitz – so gehen wir in Giengen in dieses neue kommunalpolitische Jahr!“ Viele weitere Ehrengäste wurden genannt, unter ihnen die Vertreter der Partnerstädte Le Pré St. Gervais und Zeulenroda-Triebes, der Kirchen und Schulen, der regionalen Wirtschaft, der Vereine und Verbände, der Feuerwehr und der Presse. 20 Jahre Große Kreisstadt Giengen Ein besonderer Rückblick galt zu Anfang des inhaltlichen Teils der Erhebung Giengens zur Großen Kreisstadt im Jahr 1999 – also genau 20 Jahre zuvor. Der Oberbürgermeister erinnerte an den verstorbenen ersten Oberbürgermeister der Stadt, Siegfried Rieg, und dessen damaligen Aufruf, vertrauensvoll zusammenzustehen. Mühelos gelang dabei der Bogen in die Gegenwart: „Aus diesem bewussten Zusammenstehen entsteht große Kraft: Überall in Giengen kann man spüren, wie wir die Stadt gemeinsam entwickeln! Wir schmieden Pläne, packen die Umsetzung an und kommen voran.“ Das gelte auch für die Zahl der Einwohner, so der OB: „Aktuell sind wir 19.749 Einwohner, bis 2020 schaffen wir 20(tausend) plus!“ Aus diesem Zusammenhang heraus begann er seinen Bericht zum Sterne-Programm der Stadt mit Stern vier, der aktiven Bürgergesellschaft. Ganz ausdrücklich dankte er hier der Bevölkerung Giengens für ihre Aufgeschlossenheit und aktive Beteiligung. Als Beispiele hob Dieter Henle die Aktion Sternenkässle, aber auch den erfolgreichen Bürgerdialog „Henle hautnah“ in den Teilorten hervor. Das Motto „Wir in Giengen...“ zeige sich aber auch in regem Engagement im sozialen Bereich – von Zusam-Lädle und Vesperkirche über Jugend- und Seniorenarbeit bis hin zum Interkulturellen Forum. An dieser Stelle galt sein Dank überdies dem Land Baden-Württemberg, das die Stadt Giengen im Programm „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ für die Begleitung und finanzielle Unterstützung bei der Erarbeitung eines Integrationskonzeptes ausgewählt hat. Die kulturelle Stärke zeige sich auch in den gut besuchten Highlights wie „Halb 8“ und im aktiven Partnerschaftsgedanken, der nun in eine zusätzliche Partnerschaft mit San Michele di Ganzaria auf Sizilien münde. „Gelebtes Miteinander mit Menschen in Frankreich, Thüringen, Österreich und nun auf Sizilien – auch das sind „Wir in Giengen“. Und es ist „Wir in Europa“. Wohnen und Arbeiten – Kinder, Jugend, Familie, Alter – Innenstadt Unter Stern eins – Giengen als attraktive Wohn- und Arbeitsstadt – gab Dieter Henle einen Überblick über die anstehenden Baugebiete und über die Planungen zum ab Juli 2019 verfügbaren Medizinischen Versorgungszentrums MVZ. Außerdem erwähnte er die aktive Wirtschaftsförderung der Stadt, die sich unter anderem im neuen Gründerzentrum im Bahnhof und einer engen Kooperation mit Giengener Unternehmen äußere. Unter Stern zwei – Vorteile für Kinder, Jugend, Familie, Alter – erwähnte der OB die gute Situation in Sachen Kinderbetreuung ebenso wie das neue Beachvolleyballfeld, die Beschlüsse zum Dorfgemeinschaftshaus Sachsenhausen und die erfolgreichen Seniorenfeiern, die auch 2019 wieder auf dem Plan seien. Stern drei, die nachhaltige Innenstadtentwicklung, gehörte natürlich dem Thema Rathausplatz und Marktstraße: Dieter Henle gab einen Ausblick auf den Zeitplan bis zur Fertigstellung im Herbst 2021 und kündigte zudem für das Ende des ersten Quartals 2019 Details zum neuen Innenstadtkonzept in Bezug auf die Grabenschule und einzelne Objekte in der Marktstraße an. Auch solle die Stadt zukünftig häufiger gekehrt werden, allerdings: „Verantwortlich für Sauberkeit sind wir alle.“ Ergänzend wies er auf das neue Freizeit- und Tourismuskonzept hin – ebenfalls ein Ergebnis aus dem Jahr 2018. Direkt realisiert würden das geplante Kneipp-Becken und ein neuer Wohnmobilstellplatz in Zentrumsnähe: „Sie können die Wohnmobilisten unter Ihren entfernt lebenden Verwandten und Bekannten also schon mal einladen!“ Solide Finanzwirtschaft und Infrastruktur – Stern fünf Ausführlicher behandelte er den Themenbereich solide Finanzwirtschaft und Infrastruktur – Stern fünf des Stadtprogramms. Dabei hob der Oberbürgermeister zunächst auf das rasche Vorantreiben des Projektes „Giengener Industriepark A7“ ab und nutzte die Gelegenheit, sich bei seinem Team für dessen hohe Leistungsbereitschaft und verantwortungsvolle Arbeitsweise zu bedanken – „im Namen unserer Stadt und in aller Öffentlichkeit“. Sein Dank ging auch an die Grundstückseigentümer und alle anderen Beteiligten: „Um ein solches Vorhaben zu stemmen, braucht es Kooperationsbereitschaft von allen Seiten.“ Er schil-

21 MITTWOCH, 30. Januar 2019 Giengener Stadtnachrichten derte nochmals die Vorzüge des GIP A7-Standorts und stellte durch dessen Realisierung die weitere finanzielle Gesundung der Stadt ebenso in Aussicht wie Spielraum für zukünftige Investitionen, zusätzliche Stellen und entsprechenden Zuzug: „Daraus wiederum resultiert Kaufkraft, Nachfrage nach Plätzen in den Schulen und es gibt Impulse für Kultur und Freizeit.“ Beim Thema Stadtrandstraße verwies der Oberbürgermeister auf die kürzlich erfolgte ausführliche Darstellung in der Presse und wandte sich dann dem Haushalt zu: Hier liege man bei einem Haushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 60 Mio. Euro günstiger als 2018 geplant. Und: 2021 wolle man wieder die Mindestzuführungsrate zu den Rücklagen erreichen. Mit einem Dank an die Landesregierung für großzügige Förderzusagen und der Vorfreude auf gemeinsame Stunden mit den Bürgerinnen und Bürgern „auf dem Markt, bei unseren Festen, Veranstaltungen, Konzerten, bei guten Gesprächen und an vielen Stellen mitten im Alltag“ beendete OB Dieter Henle seine Willkommensrede. Showtanz und Ehrungen AWO-Tanzgruppe „Ethno-Dance-Project“ OB Henle mit Maria Hofmann OB Henle mit Gerhard Egger, Standortleiter der BSH Hausgeräte GmbH in Giengen Den mittleren Programmteil übernahmen die Kinder der AWO-Tanzgruppe „Ethno Dance Project“: In farbenfroher Tracht lieferten sie eine vielfältige Tanzeinlage mit prächtigem Schlussbild – inklusive Spagat der Jüngsten. Im Anschluss begann Oberbürgermeister Dieter Henle mit der Ehrung verdienter Bürger. „Wir ehren Menschen, die sich auf besondere und häufig ganz persönliche Art und Weise ehrenamtlich im Sinne des Allgemeinwohls engagieren.“ Der Kinder- und Jugendsozialpreis ging gleich an sechs Jugendliche: an Hannah Kunzmann, Jakob Kälble und Tamara Weippert sowie an Carolin Hess und Klara Schmid sowie an Dennis Motzer. Während die drei ersten seit Jahren unter großem zeitlichem und persönlichem Einsatz in der AWO- Kinder-Ferienbetreuung aktiv sind, sorgen die beiden anderen praktisch eigenverantwortlich für ein attraktives Kindergottesdienstprogramm. Dennis Motzer ist Höhlenführer und hat in 4 Jahren 600 Gruppen die Charlottenhöhle geführt. Inge Steier erhielt den Dankesbrief der Stadt Giengen für 20 Jahre geleistete Hausaufgabenbetreuung an der Bergschule. Mit Videos hinterlegt waren die Ehrungen von Menschen, die als Dank für ihren langjährigen Einsatz mit Ehrenamtsnadeln ausgezeichnet wurden. Die silberne Ehrenamtsnadel der Stadt Giengen erhielten: Maria Konold-Pauli für den immer wieder neuen, ideenreichen Blumenschmuck, mit dem sie sich für ein schönes Stadtbild und geschmackvoll umrahmte Veranstaltungen einsetzt, die Landfrauen Hohenmemmingen für ihren besonders schönen Osterbrunnen, der den Teilort regelmäßig zum besonderen Anziehungspunkt macht und die IG Kaltenburg für ihre mit großem Einsatz betriebene Restaurierung und Betreuung der Kaltenburg, die einen weiteren touristischen Anziehungspunkt für Giengen und Niederstotzingen bildet. Die Ehrenamtsnadel der Stadt Giengen in Gold ging an Frau Maria Hofmann für ihr nahezu lebenslanges Engagement für die Schwächsten der Gesellschaft – unter anderem die regelmäßige Betreuung von Menschen in Obdachlosenunterkünften. Ein Novum war die Ehrung eines Unternehmens in Giengen. Die BSH Hausgeräte GmbH wurde geehrt für ihren langjährig hohen und kontinuierlichen Einsatz für die städtische Gemeinschaft und das kulturelle Leben, für soziale Einrichtungen und Projekte sowie für Kindergärten, Schulen und mehr. „Dieses kontinuierliche und vorbildliche Engagement stärkt unsere Stadt, es gibt Rückhalt und ist ein schönes Beispiel für das „Wir in Giengen“, von dem ich vorher gesprochen habe“, führte OB Dieter Henle aus. „Jeder setzt sich ein, wie er es am besten kann – im Ergebnis Fotos: Kalle Linkert gewinnt die ganze Stadtgemeinschaft.“ Dank an die Feuerwehr und gemütliches Beisammensein Im Anschluss nahm er noch die Ehrung verdienter Feuerwehrleute vor. Als „oberstem Feuerwehrmann“ der Stadt war es dem Oberbürgermeister ein großes Anliegen: „Jedes Jahr bin ich stolz und freue mich ganz persönlich, Ihnen diese Feuerwehrleute vorzustellen, die ohne Rücksicht auf eigene Interessen einfach alles stehen und liegen lassen, um zu helfen, wenn sich einer von uns in einer Notlage befindet: egal, ob sie gerade selbst bei der Arbeit sind, gemütlich beim Kaffeetrinken sitzen, nach einem langen Tag endlich Ruhe gefunden haben. Man muss sich das einfach mal fürs eigene Leben vorstellen – wie es wäre, das selbst zu leisten, über viele Jahre hinweg!“ Geehrt wurden für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Steffen Bonna – Hauptfeuerwehrmann bei der EA Giengen/Brenz, für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Oberbrandmeister Hans-Dieter Ehrlinger – bis vor kurzem Kommandant der EA Hohenmemmingen, Harald Renner – Hauptfeuerwehrmann bei der EA Hü rben, Holger Renner – Hauptfeuerwehrmann bei der EA Hohenmemmingen, Roger Wiedenmann – Hauptfeuerwehrmann bei der EA Hohenmemmingen und für 40 Jahre Feuerwehrdienst Michael Eßlinger – Löschmeister bei der Einsatzabteilung Hü rben. Zum Schluss des offiziellen Teils sorgte die Bigband Bläserkraftwerk unter Leitung von Petra Schüßler mit Jazz-Klassikern für Stimmung – weiter ging’s mit einem musikalischen Rahmenprogramm während des gemütlichen Beisammenseins der Gäste. Bei köstlicher Bewirtung gab es viel Gelegenheit, sich gut zu unterhalten, bis um 22:15 Uhr auch die letzten Feierlustigen die Walter- Schmid-Halle gut gestärkt verließen.

Neue Woche

garten_oktober doppel
Giengen Februar Stadt Januar Burgberg Dieter Henle Giengener Hohenmemmingen Brenz