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25.10.2017 Neue Woche

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neuewoche. Mittwoch, 25.

neuewoche. Mittwoch, 25. Oktober 2017 8 AUF SUCHE NACH NAHRUNG UND UNTERSCHLUPF: Igel sind jetzt in den Herbstmonaten wieder verstärkt unterwegs. Manche von ihnen brauchen die Hilfe des Menschen - aber bei Weitem nicht alle. Foto: Tasso So kommen Igel gut durch den Winter Herbstzeit ist Igelzeit: Um für den bevorstehenden Winterschlaf ausreichend gekräftigt zu sein, sind in diesen Tagen wieder zahlreiche kleine Igel auf eifriger Futtersuche in den heimischen Gärten unterwegs. In der Regel brauchen die Stacheltiere keine aktive Hilfe von uns Menschen, und doch können wir etwas tun, um die stacheligen Gartenbewohner zu unterstützen. Um den Winter zu überstehen, ist es für Igel wichtig, ein geeignetes Quartier zu finden, in dem sie ihren Winterschlaf halten können. „Eigenheimbesitzer können ihre Gärten dafür igelfreundlich gestalten“, weiß der Leiter der Tierschutzorganisation „Tasso“ Philip McCreight: „Mit trockenem Laub oder Reisig entstehen einfach gemütliche Unterschlupfe, in die sich die Tiere zurückziehen können.“ Komposthaufen sind beliebt Auch offene Komposthaufen sind beliebt bei Igeln. Beides sollte bis zum Frühjahr unberührt liegen bleiben dürfen. Wer zusätzlich helfen möchte, sollte auch jetzt schon auf den Einsatz von Laubsaugern im Garten verzichten, denn mit diesen Geräten werden auch die Beutetiere der Igel aufgesaugt und dann fehlt eine wichtige Nahrungsquelle. „Winterspeck“ lebensnotwendig Gerade das Fressen ist für Igel in diesen Tagen besonders wichtig. Die erwachsenen Tiere futtern sich ein Fettpolster an, und auch die Jungtiere, die meist in August und September zur Welt kommen, müssen ein gewisses Gewicht erreichen, um den Winter zu überstehen. Dabei gelten 500 Gramm als Minimum. Dieses Gewicht können die Tiere in der Regel im Freien selbstständig und ohne Hilfe erreichen, denn es gibt genug Futter für sie – es sei denn, es friert. Wenn der Frost früh Einzug hält und damit Nahrung der Igel seltener wird, können die Menschen zufüttern. Dafür bietet der Fachhandel spezielles Igelfutter an. „Zusätzlich kann Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes Rührei mit Hackfleisch angeboten werden. Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser zur Verfügung gestellt werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, empfiehlt die für „Tasso“ tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Nicht jeder Igel braucht Hilfe Diese Hilfe benötigt allerdings nicht jeder kleine Igel. Am besten ist es, die Tiere erst einmal zu beobachten. Nur hilfsbedürftige Igel dürfen mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet man bei einer Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel. de) oder alternativ beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt. Die Hilfe des Menschen wird notwendig, wenn der Igel insgesamt einen eher kläglichen Eindruck macht, er sich beim Kontakt nicht sofort zusammenrollt und das Tier ist auffallend dünn und apathisch oder verletzt ist. „Igel eignen sich keinesfalls als Haustiere oder gar als Spielgefährten für die Kinder“, warnt Dr. Anette Fach. Man sollte einen Igel grundsätzlich nur dann bei sich zu Hause aufnehmen, wenn ausreichend Sachkenntnis, vor allem zum Thema Fütterung, besteht. In diesem Fall eignet sich eine möglichst zwei Quadratmeter große, ausbruchsichere Unterbringung mit Schlafhaus als Überwinterungsquartier. „Da Igel Einzelgänger sind, kann man die Tiere ohne Probleme alleine überwintern lassen“, weiß die Tierärztin. Wer will mich? BOSKO: Bosko ist ein sehr selbstbewusster, großer Rüde, der von seiner Besitzerin einfach in der Wohnung zurück gelassen wurde. Zwischenzeitlich hat er sich gut im Tierheim eingelebt und genießt die langen Spaziergänge mit seinem Betreuer. Hunden gegenüber zeigt sich der Herdenschutzhund meist neutral, es sei denn, er wird von anderen Rüden provoziert. Bosko sucht erfahrene Menschen, die vor allem auch mit seiner Größe zurechtkommen und den teils eigenwilligen Rüden noch etwas erziehen können. Die tierische neuewoche. Aktion FRANZ: * Sommer 2014, kastriert und tätowiert, spätere Freigänger nach sehr gründlicher Eingewöhnung in verkehrsarmer Umgebung, katzenkundige Menschen ohne kleine/ungestüme Kinder fürs Leben gesucht Für den im Frühsommer 2014 geborenen und im Zuge einer Kastrationsaktion geborgenen Franz suchen wir noch immer ein Zuhause mit späterer Auslaufmöglichkeit in möglichst idyllischer Umgebung – er kommt aus einem sehr weitläufigen Gartengelände und ist nicht verkehrsgewohnt. Zudem sollten seine zukünftigen „Eltern“ über etwas Geduld und Katzenkenntnis verfügen - es wird Zeit brauchen, bis er einen Umzug in eine weitere neue Umgewöhnung verkraftet hat. Wie echte Katzenfreunde wissen, ist ein gesundes anfängliches Misstrauen und Vorsicht die beste Lebensversicherung, die ein Kätzchen später draußen haben kann - und wenn es einen erst in sein Herz geschlossen hat, sind solche Genossen die treuesten Begleiter, die man sich nur wünschen kann. Allerdings kennen sie keine menschenüblichen Alltagsgeräusche, Fernsehen, Waschmaschine, Staubsauger - alles unbekannte „Gefahren“, die solche Herrschaften erst kennenlernen müssen... Franz ist anderen Katzen gegenüber sehr sozial. Ein freundlicher Artgenosse im neuen Zuhause oder einer seiner Freunde im Katzenhaus, der optimalerweise gemeinsam mit ihm ins neue Zuhause ziehen dürfte, wäre ihm sicherlich eine große Erleichterung. Lassen Sie sich einfach überraschen und schauen Sie mal vorbei! Sie erwarten bildschöne Tierchen, die ganz die Ihren sein werden, wenn Sie sie erst von sich überzeugt DAGOBERT UND DONALD * 2016, scheue, aber soziale Buben, Freigänger nach sehr gründlicher Eingewöhnung im ruhigen Zuhause Am schönsten wäre für die beiden ein gemeinsames Zuhause ohne kleine Kinder, die sie verschrecken würden. Ruhe und Geduld bei echten Katzenfreunden. Die neugierigen Burschen wollen genau wissen, was um sie herum gespielt wird, besonders wenn es ums Essen geht, stehen sie umgehend auf der Matte, und sind Artgenossen gegenüber sehr sozial. TEDDY: * Sommer 17 Teddy wurde als Fundkatze abgegeben. Keinesfalls stammt Teddy von einer verwilderten Katze ab - und nach draußen lässt wohl kein vernünftiger Tierhalter ein so junges, unkastriertes und nicht gekennzeichnetes Tierchen. Vermutlich wurde Teddy schon viel zu früh von seiner Mutter getrennt (was ihm das spätere Leben mit anderen Katzen nicht erleichtern wird, sofern er nicht an eine soziale Erstkatze im neuen Zuhause gerät) und man war das aufmerksamkeitsbedürftige Kätzchen danach schnell leid. Sie möchten dem anhänglichen Wusler das Zuhause fürs Leben bieten? Teddy wartet in unserer Quarantäne. Spot, männlich, Alter n.b., kastriert Ich bin Spot und Kam als Fundkaninchen ins Tierheim. Hier wurde schnell festgestellt, dass ich an chronischem Schnupfen leide, das schränkt mich aber keinesfalls ein und auch für andere Kaninchen stelle ich keine Gefahr dar, denn ich bin nicht ansteckend. Aufgrund meiner Fellstrucktur bin ich als REX-Kaninchen nicht für reine Außesnhaltung geeignet, jedoch spricht nichts gegen ein paar Stunden frische Luft am Tag. Herdenschutzhund, männlich, unkastriert, *ca. 2011, selbstbewusst, weiß was er will Kreistierschutzverein Heidenheim • Tel. 0 73 21/4 11 00 Tierheim · Wilhelmstr. 300 · www.kreistierschutzverein.de BIC: GENODES1 HDH • IBAN: DE 8263 2901 1001 0211 1006

Heidenheimer Impulse René Borbonus vermittelte, wie man kommunikative Stolperfallen im täglichen Miteinander vermeidet Anzeige Fotos: Natascha Schröm Auf großes Interesse stieß am Dienstagabend ein Vortrag des Kommunikationstrainers und Rhetorikexperten René Borbonus im Sparkassen-Businessclub in der Voith-Arena. Eigentlich hat sich der studierte Psychologe und gelernte Bankkaufmann auf das Coachen von Führungskräften in der Wirtschaft spezialisiert. Sein Vortrag „Respekt“ im Rahmen der Reihe „Heidenheimer Impulse“ war allerdings auf ein breiteres Publikum zugeschnitten. Denn auch im Alltag, in der Partnerschaft und in der Familie, kann sich der Mensch durch unbedachte Kommunikation schnell ins soziale Aus versetzen. Viele Gespräche, so eine These des Fachmanns, scheitern schon zu Beginn mit einer oft unbedachtsam geäußerten Intention. Der Gesprächspartner bekommt dann sofort das Gefühl, dass es seinem Gegenüber gar nicht so sehr darauf ankommt, ein klärendes Gespräch zu führen, sondern vielmehr Distanz herzustellen, indem er die eigene Stellung hervorkehrt. Für Borbonus sind solche Gespräche, die oft mit Sätzen wie „Hast Du nicht gestern erst gesagt, dass es so und so ist?“ oder „Warum hast Du denn das Leergut immer noch nicht abgegeben?“ beginnen, typische Beispiele für eine von Anfang an vergiftete Kommunikationssphäre und mithin für einen Ausdruck des mangelnden Respekts. Den meisten Menschen, so Borbonus, scheint in der alltäglichen Kommunikation gar nicht recht bewusst zu sein, dass sie sich verbal benehmen wie die Axt im Walde oder der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Anstatt rhetorische Tipps und Tricks zu vermitteln, möchte Borbonus bei seinen Hörern ein Bewusstsein dafür schaffen, wie menschliche Kommunikation überhaupt funktioniert. Von da aus entwickelt sich dann auch ein Verständnis dafür, warum Kommunikation im Alltag oft scheitert. Und von diesem Punkt aus ist es dann nicht mehr allzu schwierig zu erkennen, wie man die rhetorischen Fallstricke umgehen kann. Immer wieder reicherte der Referent seinen Vortrag mit an Situationskomik reichen Beispielen aus dem eigenen Familienleben an und schafft es auf diese Weise mit scheinbarer Leichtigkeit, sein Publikum über eineinhalb Stunden lang nicht nur was dessen Konzentration betrifft fit zu halten, sondern auch noch in gute Laune zu versetzen.