Aufrufe
vor 7 Monaten

18.10.2017 Neue Woche

  • Text
  • Heidenheim
  • Oktober
  • Kommenden
  • Giengen
  • Kinder
  • Haus
  • Familie
  • Anmeldung
  • Herbrechtingen
  • Heidenheimer

neuewoche. Mittwoch, 18.

neuewoche. Mittwoch, 18. Oktober 2017 10 VIEL ANSTRENGENDER ALS GEDACHT: Seit Mitte September ist Melih Cerit während seines Freiwilligen Sozialen Jahrs in Mergelstetten die Brücke zwischen Kindern mit und ohne Behinderung. Der FSJler bekommt aber auch unglaublich viel von den Kindern zurück. Foto: Wolfram Keppler „Inklusion gelingt, wenn alle dazu gehören“ In Mergelstetten wachsen im evangelischen Gemeindehaus Kinder mit und ohne Sehbehinderungen gemeinsam auf. Gefördert wird das Projekt durch den Fonds „Inklusion leben“. Jetzt sind sie ins Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Mergelstetten eingezogen: sechs sehbehinderte und blinde Kinder des Schulkindergartens der Nikolauspflege. Stück für Stück sollen sie zusammenwachsen mit den Kindern der Kindertagesstätte „Pusteblume“. Seit Mitte September ist Melih Cerit während seines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) die Brücke zwischen den Kindern mit und ohne Behinderung. Bezahlt wird er mit Geldern des Fonds „Inklusion leben“ von Evangelischer Landeskirche und ihrer Diakonie. Über drei Jahre hinweg sollen junge Menschen im FSJ helfen, dass die Kinder aus den beiden Einrichtungen gut zusammen aufwachsen. Dazu stehen Gelder aus dem Fonds „Inklusion leben“ der Evangelischen Landeskirche zur Verfügung. Unterstützt wird nicht nur die ungewöhnliche inklusive Kooperation zwischen Kirchengemeinde und einer diakonischen Einrichtung: Die Förderung soll auch dazu beitragen, dass sich Kirchengemeinden verändern und stärker auch diakonische Einrichtungen werden. Eine Idealbesetzung für die „Pusteblume“-Kinder Melih Cerit ist für „Pusteblume“- Leiterin Sabine Böttner eine Idealbesetzung für das erwünschte Zusammenwachsen der beiden Einrichtungen. Der 18-jährige, der gerade seine Fachhochschulreife abgeschlossen hat, hat großes Interesse an sozialen Berufen, „ich möchte wissen, wie es wirklich ist“. Schon nach den ersten Tagen stellt er fest: „Das ist viel anstrengender als ich es mir vorgestellt habe. Aber es macht auch viel mehr Spaß, als ich gedacht habe“. „Hätte nicht gedacht, dass die Kinder so offen sind“ Im Moment muss er im frisch umgebauten Haus noch viel mithelfen und auch mal ein Bild aufhängen. Zwischendrin gibt es aber viel Zeit, die behinderten Kinder im Schulkindergarten zu besuchen und Bekanntschaften zu schließen. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Kinder so offen sind“, hat er festgestellt. Zwar sei es nicht einfach gewesen in den ersten Tagen, mit den Kindern zu kommunizieren. „Aber sie sind ganz besonders warm und herzlich, freuen sich, wenn man zu ihnen kommt.“ Schon jetzt ist er sich sicher: „Später möchte ich auf jeden Fall einen sozialen Beruf ergreifen.“ Alle gehören dazu: Auch die, die am Rand leben „Unsere Gesellschaft lebt davon, dass man einander achtet und füreinander da ist“, sagte Dieter Kaufmann bei seiner Ansprache im Rahmen des Erntedank-Gottesdienstes in der evangelischen Kirche Mergelstetten. Der Oberkirchenrat machte deutlich, dass „Inklusion dann gelingt, wenn alle dazugehören, egal ob sie am Rand oder auf der Flucht sind oder keine Wohnung haben“. Große Freude über die „gelebte Diakonie“ Der Leiter des Diakonischen Werks Heidenheim Frank Rosenkranz freut sich über die „gelebte Diakonie“, indem die Kirchengemeinde ihr Haus öffnet „für jemanden, der lange auf der Suche war nach einer Herberge“. Es sei nicht leicht gewesen für die Nikolauspflege, im Raum Heidenheim einen geeigneten Partner für den Schulkindergarten zu finden. „Und für die Gemeinde war es wirklich ein Opfer, Räume herzugeben.“ Deshalb zeigte er sich zuversichtlich, „dass sich damit die Gemeinde verändern wird und dies auch auf andere ausstrahlt“. Auch die Gemeinden profitieren von den Kindern Der Leiter der Stiftung Nikolauspflege Dieter Feser zeigte sich dankbar, dass die von seiner Einrichtung betreuten Kinder im Gemeindehaus einen Platz gefunden haben. „Ich kann versichern, dass auch die Kirchengemeinde ganz viel bekommt von den Kindern“, versicherte er. „Weil sie andere Stärken haben und es zu Begegnungen kommt, bei denen niemand Angst hat.“ Als Vertreter des Mergelstetter Kirchengemeinderats machte Christoph Winter deutlich, dass man froh ist, „dass die Nikolauspflege nicht nur Mieter sein, sondern Teil der Gemeinde werden will“. Das Diakonische Werk Baden-Württemberg Das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist ein selbstständiges Werk und der soziale Dienst der Evangelischen Landeskirche und der Freikirchen. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes unterstützt es im Auftrag des Staates hilfebedürftige Menschen. Das griechische Wort „Diakonia“ bedeutet „Dienst“. Die Diakonie in Württemberg ist Dachverband für 1 200 Einrichtungen mit 40 000 hauptamtlichen und 35 000 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, Alte und Pflegebedürftige, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 200 000 Menschen. Das Diakonische Werk Württemberg ist ebenfalls Landesstelle der Internationalen Diakonie, Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa.

neuewoche. Mittwoch, 18. Oktober 2017 11 HEIDENHEIM Über das Geheimnis starker Eltern Kinder und Jugendliche zu erziehen ist eine große Herausforderung. Viele Erziehungsstrategien führen nicht zu den erwünschten Zielen. Wie aber können Eltern und Pädagogen wieder neu wirksam erziehen und die Kinder ins Leben begleiten? Genau hier setzt Daniel Gulden an. Mit seinem Vortrag „Das Geheimnis starker Eltern“ kommt er am kommenden Donnerstag, 26. Oktober um 19 Uhr in die Aula des Gymnasiums der Freien Evangelischen Schule Heidenheim. Der Vortrag soll zu einem Umdenken anregen. Widerstand und Wiedergutmachung statt Strafe und Härte, Selbstveränderung und Unterstützung statt Kontrolle und Einzelkampf, Präsenz und wachsame Sorge statt Kontrolle und Machtkampf: Davon können und werden beide Seiten profitieren. Das Erziehungskonzept der „neuen Autorität“ von Haim Omer ist wissenschaftlich fundiert und praktisch umsetzbar. In unterhaltsamer Weise gibt der Referent praktische Tipps, damit Eltern und Lehrer zu einer neuen Autorität, die durch eine innere Haltung geprägt ist, gelangen können. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen im Sekretariat der FES unter Tel. 07321.273785. Sofort Bargeld erhalten Sie für alte Ketten, Ringe, Münzen etc. Lange Straße 17 Herbrechtingen • Hofeinfahrten • Wegebefestigungen • Pflasterarbeiten • Gartenanlagen erledigt Pflasterbau scHeurer Telefon 0 73 25/95 21 95 Mobil 01 63/1 61 89 20 www.pflasterbau-scheurer.de HEIDENHEIM Gesprächskreis rund ums Thema Krebs Ein Gesprächskreis rund ums Thema Krebs mit Dr. Ulrike Ohlmeier vom Klinikum findet am heutigen Mittwoch, 18. Oktober um 17.30 Uhr im AOK-Gesundheitszentrum Heidenheim statt. Nicht nur die Erkrankung selbst, auch die Behandlung und ihre Folgen haben Auswirkungen auf das gewohnte Leben. In vielen Fällen wirft eine Krebserkrankung zudem sozialrechtliche und existenzielle Fragen auf, zum Beispiel zum beruflichen Wiedereinstieg, zur Berentung oder finanziellen Sicherung - da kann es helfen, sich bewusst zu machen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Der Gesprächskreis wird veranstaltet von der Frauenselbsthilfe nach Krebs. Betroffene und Angehörigen sind herzlich willkommen. LANGENAU Integration als Erfolgsgeschichte Vom kommenden Dienstag, 24. bis Freitag, 27. Oktober ist im Robert- Bosch-Gymnasium Langenau täglich von 8 bis 18 Uhr eine Ausstellung zu sehen, die sich mit der Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland befasst. Sie möchte dem immer noch verbreiteten Mangel an Informationen über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion begegnen. Präsentiert wird die Ausstellung im Rahmen eines Kulturabends im Musiksaal des Gymnasiums am kommenden Montag, 23. Oktober um 18.30 Uhr. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von Musikern und Sängern aus Langenau und dem Giengener Chor „Melodie“. Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, führt mit einer Präsentation in die Ausstellung ein und zeigt auf Großleinwand Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland. Die Ausstellung ist Teil eines Integrationsprojekts, das vom Bundesministerium des Inneren (BMI) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird. Wer zu einer anderen Zeit an einer Führung teilnehmen möchte, kann sich unter Tel. 0171.4034329 oder per E-Mail an j.fischer@lmdr.de informieren und anmelden. Anzeige neuewoche. Kreuzworträtsel lösen & Freudeanzeige gewinnen! wir gratulieren! Freudeanzeige gewinnen rätsel KnaCKen und eine kostenlose Freudeanzeige gewinnen. in jeder ausgabe der neuen woCHe erscheint ein rätsel, das ein lösungswort generiert, mit dem monatlich drei Freudeanzeigen gewonnen werden können. und so nehmen sie an der monatlichen Verlosung einer Freudeanzeige teil: lösen sie das rätsel, füllen sie den Coupon aus und senden sie diesen bis zum letzten tag des laufenden Monats an die neue woCHe, 89518 Heidenheim, olgastraße 15. Jedes richtige Lösungswort nimmt an einer Monatsverlosung teil. Die Gewinner werden informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. lösungswort: Name, Vorname Straße, Nr. PLZ Ort Geburtsdatum Telefonnummer für Rückfragen E-Mail