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14.03.2018 Neue Woche

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neuewoche. MITTWOCH, 14.

neuewoche. MITTWOCH, 14. März 2018 12 Der Garten erwacht Ouvertüre für das Gartenjahr: Auch wenn der Winter durchaus seine Reize hat, sobald die Temperaturen steigen und die Sonne sich öfters zeigt, sehnt man sich nach mehr. JETZT GEHT’S LOS: Winterblühende Gehölze wie die Zaubernuss machen mit ihren Blüten aufmerksam und bieten den Frühaufstehern unter den Insekten wichtige Nahrungsquellen. Glücklich, wer seinen Garten auf die vier Jahreszeiten hin geplant und gepflanzt hat. Ob Immergrüne, markante Sträucher, Bäume mit auffälligen Rinden, dem Glitzern des Raureifs oder Morgentaus in den Gräsern – der Winter zeigt im Garten viele Reize. Aber ab Februar, wenn es gelegentlich schon wieder sonnige und an geschützten Stellen sogar spürbar warme Stunden gibt, sehnt man sich doch nach mehr. Wer genau hinschaut, sieht die ersten Vorboten für das neue Gartenjahr: Einige frühe Blumenzwiebeln sprießen und zeigen frisches Grün und erste Blüten: Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Schneestolz – oft weisen schon die Namen auf die außergewöhnliche Fähigkeit dieser Zwiebelblumen hin, den Winter mit frischen Farben auszutreiben. Aber auch einige Stauden zählen zu den beliebten Winterblühern. Der SIE SIND DIE ERSTEN: Die frühen Vorboten für das Neue Gartenjahr - Schneeglöckchen und Winterlinge - sprießen und zeigen frisches Grün und erste Blüten. Klassiker ist sicherlich die Christrose. Es gibt weiße, rotblühende und fast schwarze Sorten, die, einmal etabliert, über viele Jahre zu auffallenden und attraktiven Schmuckstücken heranwachsen. Bald zeigen sich auch Frühlingsanemonen, Buschwindröschen und Lerchensporn als frühe Stauden. Nicht zu vergessen die winterblühenden Gehölze, von denen einige nicht nur mit ihren Blüten, sondern auch mit ihrem Duft auf sich aufmerksam machen: Schneeball, Seidelbast, Zaubernuss oder Winterblüte sind für uns Grund zur Freude und bieten gleichzeitig den Frühaufstehern unter den Insekten wichtige Nahrungsquellen. DER STANDORT MACHT’S: Bei Winterblühern empfiehlt sich, einen Platz auszuwählen, an denen man sie auch im Winter gut sieht wie etwa den Vorgarten. Fotos: BGL. Die Jahreszeiten inszenieren Es ist eine echte Herausforderung, in dem beschränkten Raum eines Gartens ein harmonisches Miteinander von Zwiebelblumen, Stauden, Gräsern und Gehölzen zu erreichen, das jahreszeitliche Highlights bietet. Je mehr man sich mit Pflanzen beschäftigt und ihr Wuchsverhalten sowie ihre Standortansprüche kennt, umso eher wird das Ergebnis gelingen. Oder man fragt jemand, der sich damit auskennt: den Landschaftsgärtner. Winterblüher sollten zum Beispiel am besten an einem sonnigen und möglichst geschützten Standort stehen, zumal das sicherstellt, dass sie auch in harten Wintern und bei Nachtfrösten wenig Schaden nehmen. Außerdem empfiehlt es sich, Standorte auszuwählen, an denen man die Pflanzen auch im Winter leicht sieht, etwa den Vorgarten oder ein Beet neben der Terrasse beziehungsweise vor dem Wohnzimmerfenster. Sommerblühende Stauden sind perfekte Partner für die frühlingsblühenden Zwiebelblumen, weil sie sich in ihrem Wuchsverhalten hervorragend ergänzen: Wenn die Zwiebelpflanzen nach der Blüte vergilben und zunehmend unansehnlich werden, wachsen die Stauden über sie hinweg und übernehmen für die Sommermonate das Regime. Welche Stauden zusammenpassen, auch mit welchen Gehölzen sie sich gut vertragen, wissen die Experten für Garten und Landschaft – sie können die Pflanzabstände einschätzen, damit sich einerseits möglichst schnell geschlossene Beete entwickeln, andererseits aber keine Konkurrenz der Pflanzen untereinander entsteht. Gestaltungsmittel richtig nutzen Ein wichtiges Gestaltungsmittel bei der Gartenplanung sind auch Farben und Wuchshöhen. Die höheren Pflanzen gehören eher in den hinteren Bereich von Beeten, damit sie die kleineren nicht verdecken. Ideale Pflanzpartner für Winterblüher sind immergrüne Hecken und Sträucher, weil sie einen klaren Hintergrund schaffen, vor dem sich auch unscheinbare Winterschönheiten prominent sehen lassen. Es lohnt sich, für die Pflanzplanung und Gestaltung der Beete den Rat eines Experten für Garten und Landschaft zu nutzen – Landschaftsgärtner kennen sich mit Pflanzen aus und können sie perfekt inszenieren. Ein besonderes Erlebnis ist es auch, mit Kindern auf die Suche nach den ersten Frühlingsboten zu gehen. Wer zum Beispiel einmal die winzig kleinen roten weiblichen Blüten der Haselnusssträucher entdeckt hat, wird mit noch größerem Vergnügen Haselnüsse essen. BGL WER KOMBINIERT AM SCHÖNSTEN: Mit dem enormen Farbspektrum der Violen lassen sich wunderbar eigene Kreationen gestalten - vom kleinen Topf bis zur großen Pflanzschale, von monochrom bis vielfarbig. Foto: GMH

neuewoche. MITTWOCH, 14. März 2018 13 Den Frühling ins Haus holen Mit vorgezogenen Blühpflanzen aus dem Gartenfachbetrieb muss man nicht warten, bis Mutter Natur von selbst erwacht. Die Sehnsucht nach Frühling steigt: Die Tage werden wieder länger, und die Natur erwacht langsam zum Leben. Allerdings sind bunte Blüten noch rar. Doch zum Glück helfen Gärtner den Pflanzen in ihren Gewächshäusern auf die Sprünge. So können sie bereits jetzt eine Vielzahl an bunten Blüten anbieten. Gärtnereien bieten allerlei Raritäten Stiefmütterchen und Primeln sind die Klassiker unter den Frühlingsblumen. Wer das Besondere sucht, sollte in den Einzelhandelsgärtnereien und Gartenbaumschulen nach Raritäten und Neuzüchtungen Ausschau halten, die nicht in jedem Balkonkasten oder Blumenkübel wachsen. Dazu gehören Sorten mit gerüschten Blüten, einfarbige ohne dunkle Zeichnung, mit extra großen oder ganz kleinen, zarten Blüten. Auch gibt es Neuheiten, die viel länger blühen als die herkömmlichen Stiefmütterchen. Sie alle überstehen Nachtfröste unbeschadet und eignen sich durch geringe Ansprüche auch für unerfahrene Pflanzenliebhaber. Gut kombinieren lassen sie sich mit Gänseblümchen und Vergissmeinnicht – mit denen sollte man aber noch warten, bis es keine scharfen Nachtfröste mehr gibt. Eng mit der allseits erhältlichen Primel verwandt sind Schlüsselblumen. Diese sehr ursprünglichen Pflanzen tragen ihre gelben Blüten zu meh- reren an langen Stielen. Eine wiederentdeckte Rarität sind Aurikeln: Mit dreifarbigen Blüten sind sie ein echter Schatz aus Uropas Garten. Leider erliegen nicht nur Menschen ihrem Charme, auch bei Schnecken sind sie begehrt und sollten vor ihnen geschützt werden. Alles kommt wieder: Uropas Aurikel sind zurück Ebenfalls zu den lang bekannten Gartenschätzen gehören verwildernde Blumenzwiebeln: Schneeglöckchen, Winterling, Traubenhyazinthe, Krokus und Wildtulpe haben relativ kleine Blüten und vermehren sich an jedem geeigneten Standort problemlos. Auch von den beliebten Osterglocken gibt es zarte Wildformen. Wer die Zwiebelpflanzen also als Schmuck in Schalen, Kästen und Kübeln einsetzt, sollte sie nach dem Verblühen nicht wegwerfen, sondern auspflanzen. Große Blüten dank langer Züchtung Eine Klasse für sich sind großblumige Tulpen, Narzissen und Hyazinthen (Hyacinthus). Über Hunderte von Jahren haben Gärtner hier gezüchtet und vermehrt, um mit den spektakulärsten Blüten aufwarten zu können. Insbesondere bei den Tulpen gibt es eine unglaubliche Vielzahl an Formen und Farben. Sie eignen sich als Topfpflanze sowohl für einen Blumenschmuck im Haus als auch im Freien. Dabei gilt: Je kühler die Pflanzen stehen, desto länger halten sich die Blüten. Diese Pflanzen müssen nicht unbedingt gedüngt werden, denn in den Zwiebeln ist bereits alles gespeichert, was sie für eine Saison brauchen. Blühende Geschenke heben die Laune Noch ein Gute-Laune-Tipp: Schenken Sie sich oder anderen einfach einmal paar Frühlingsgefühle. Fröhliche Blühpflanzen, bunt durcheinander oder nur in der Lieblingsfarbe, heben die Stimmung; eine Schale oder ein Topf mit hübscher Bepflanzung, verschönert mit ein paar Zweigen und österlichem Dekomaterial sorgen für gute Laune. Die Gärtnereien und Gartenfachbetriebe haben fertige Arrangements im Angebot oder bepflanzen Gefäße ganz nach Kundenwünschen. GMH

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