Aufrufe
vor 9 Monaten

13.02.2019 NEUE WOCHE

  • Text
  • Heidenheim
  • Februar
  • Giengen
  • Heidenheimer
  • Giengener
  • Burgberg
  • Termine
  • Raum
  • Anmeldung
  • Menschen
  • Woche

neuewoche. Mittwoch, 13.

neuewoche. Mittwoch, 13. Februar 2019 20 NEBENhER ZAPFEN FÜR DEN LEBENSUNtERhALt: Immer mehr Hotels, Pensionen und Restaurants setzen auf Billigjobber. Ein alarmierender Trend, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnt. Foto: NGG Alarmierender Trend Gewerkschaft NGG kritisiert: Der Haupterwerb reicht oft nicht mehr aus für den Lebensunterhalt. Die Zahl der Zweitjobber im Kreis Heidenheim ist auf 5200 gestiegen. Immer mehr Zweitjobber: Rund 5200 Menschen im Landkreis Heidenheim haben neben dem Haupterwerb noch einen Minijob – 38 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten mit (NGG) mit. Die NGG Ulm-Aalen-Göppingen beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. Besonders verbreitet sind Zweitjobs demnach im Gastgewerbe: 760 geringfügig Beschäftigte arbeiten in der Branche im Kreis Heidenheim – zusätzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen Stelle. Gegenüber 2007 hat sich ihre Zahl nahezu verdoppelt. Karin Brugger, Geschäftsführerin der NGG Ulm-Aalen-Göppingen, spricht von einem „alarmierenden Trend“. „Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen mit normaler Arbeit nicht über die Runden kommen.“ Auf den ersten Blick verzeichne der Arbeitsmarkt im Kreis Heidenheim steigende Beschäftigungsquoten. „Doch die hohe Zahl der Zweitjobber zeigt, dass nicht alles Gold ist, was auf dem Arbeitsmarkt glänzt“, so Brugger. Mit Blick auf das Gastgewerbe kritisiert die Gewerkschafterin, die Branche dürfe nicht zur bloßen Minijobber-Domäne werden. „In Hotels, Pensionen und Restaurants brauchen wir mehr gelernte Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte. Aushilfen können auf Dauer keine Fachkräfte ersetzen.“ Schon heute seien die Klagen über fehlende Köche und Oberkellner groß. Doch die gewinne man nur, indem man gute Löhne zahle. Handlungsbedarf sieht die NGG bei der Politik. „Wenn laut Arbeitsagentur im Kreis Heidenheim mittlerweile nahezu jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einen Nebenjob hat, dann ist hier etwas aus dem Ruder gelaufen“, betont Brugger. Der gesetzliche Mindestlohn sei zwar ein erster wichtiger Schritt gewesen, um extreme Niedriglöhne abzuschaffen. Doch mit derzeit 8,84 Euro pro Stunde liege die Untergrenze zu niedrig, um davon allein als Vollzeit-Beschäftigter etwa eine bezahlbare Wohnung in der Stadt zu finden. Brugger plädiert dafür, dass ausgehandelte Tarifverträge künftig in allen Betrieben einer Branche gelten sollen – unabhängig davon, ob der Chef in einem Arbeitgeberverband ist oder nicht. „Zugleich muss sich die Bundesregierung dringend um die Rente kümmern. Ein Großteil der Menschen, die heute auf einen Zweitjob angewiesen sind, wird im Alter mit Armut leben müssen. Wir brauchen eine Begrenzung nach unten.“ NGG

6 Giengener Mittwoch, 13. Februar 2019 I 12. Jahrgang Stadtnachrichten Amtliches Mitteilungsblatt der Großen Kreisstadt Giengen an der Brenz mit den Stadtteilen Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben, Sachsenhausen KONTAKT ZUR REDAKTION Stadtverwaltung Giengen Presse und Öffentlichkeitsarbeit Frau Fröhle, Telefon 07322 952-2460 Redaktionsschluss: Donnerstag, 14 .00 Uhr ÖFFNUNGSZEITEN Rathaus Montag, Dienstag, Freitag: 9 bis 13 Uhr Mittwoch: 7.30 bis 13 Uhr Donnerstag: 9 bis 18 Uhr Telefon 07322 952-0 Tourist-Information Montag bis Donnerstag: 10 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr Freitag: 10 bis 13 Uhr Telefon 0 7322 952-2920 IMPRESSUM Herausgeber: Stadtverwaltung Giengen an der Brenz, Marktstraße 11, 89537 Giengen an der Brenz Verantwortlich für den amtlichen Teil, alle sonstigen Verlautbarungen und Mitteilungen: Oberbürgermeister Dieter Henle oder sein Vertreter im Amt. Friedemann Wuttke und William Sabatier „Tango Sensations“ am 15. März im Bürgerhaus Schranne Eine musikalische Reise durch die Geschichte des Tango mit berühmten Werken von Astor Piazzolla steht am 15. März um 20 Uhr im Bürgerhaus Schranne in Giengen auf dem Programm. Der Gitarrist Friedemann Wuttke und der Bandoneonspieler William Sabatier laden die Zuhörer auf eine Tour durch den argentinischen Tango und seine Verbindungen mit der Europäischen Musik ein. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen die „Five Tango Sensations“ in einer Bearbeitung für Bandoneon und Gitarre. Astor Piazzolla erzählt in seinem letzten zyklischen Werk fünf Gemütszustände auf beeindruckend expressive Weise. Der König des Bandoneon und des Tango Nuevo hat in diesem Spätwerk noch einmal den Geist des argentinischen Tango so intensiv zum Leben erweckt wie in seinen berühmten „Vier Jahreszeiten“, die in diesem Programm auch erklingen, und auf diese Weise wesentlich zur Tangomanie in unserer Zeit beigetragen. William Sabatier ist in Frankreich geboren und aufgewachsen. Er hat sich früh dem Spiel des Bandoneons verschrieben. Foto: Friedemann Wuttke Seit 16 Jahren befasst er sich besonders mit Werken von Astor Piazzolla. Friedemann Wuttke nimmt einen vorderen Platz unter den deutschen Gitarristen ein und arbeitet mit den besten Tango-Musikern auf internationalen Festivals zusammen. Karten gibt es im Vorverkauf bei Schreibwaren Süßmuth, im i-Punkt der Stadt Giengen und im Ticketshop Heidenheim. Die Karten kosten im Vorverkauf 15,- Euro und ermäßigt 9,- Euro. An der Abendkasse kosten die Karten jeweils drei Euro mehr. Einlass ist ab 19.15 Uhr.

Neue Woche

garten_oktober doppel
Heidenheim Februar Giengen Heidenheimer Giengener Burgberg Termine Raum Anmeldung Menschen Woche