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08.11.2017 Neue Woche

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neuewoche. Mittwoch, 8.

neuewoche. Mittwoch, 8. November 2017 10 Bunter Herbst im Beet Auch wenn der Sommer vorüber ist: Zum Ende des Jahres zündet die Natur im Garten ein spektakuläres Farbfeuerwerk. Wenn die Tage kürzer werden, neigt sich das Gartenjahr dem Ende zu. Doch bevor die Pflanzen tatsächlich in den Winterschlaf gehen, gibt es noch einiges zu bewundern: Blätter und Gräser färben sich bunt und die Herbstblüher starten ein Feuerwerk der Farben - 1000 gute Gründe also, jetzt in den Garten zu gehen. Um Blumen und Pflanzen gut ins nächste Jahr zu bringen, ist erst einmal aufräumen angesagt: Die meisten sommergrünen Stauden sollten vor dem Winter etwa eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. So können sie im Frühjahr mit neuer Kraft durchstarten und sehen im Beet nicht unordentlich aus. Manche Pflanzen verschönern den Gar- ten in der dunklen Jahreszeit aber auch mit ihren Frucht- und Samenständen, wie zum Beispiel Hohe Fetthenne, Schafgarbe, Sonnenhut oder Lampionblume. Sie sollten daher im Herbst nicht zurückgeschnitten werden, denn sie geben den Beeten auch im Winter Struktur und bieten Nahrung und Schutz für Vögel und nützliche Insekten. Ähnliches gilt für Ziergräser: Sie haben gerade in der kühleren Jahreszeit ihren großen Auftritt. Viele Sorten überraschen mit einer intensiven Herbstfärbung von Rot bis Goldgelb, hierzu gehören vor allem die spät blühenden Sorten wie Chinaschilf, Rutenhirse oder Lampenputzergras. Hinzu kommen die eleganten Samenstände an langen Halmen, die mit Raureif oder Schneekristallen bedeckt einen ganz eigenen Zauber entfalten. Schön dazu machen sich farbenfrohe Herbstblüher, zum Beispiel die relativ pflegeleichten Astern. Es braucht nur ein sonniges Plätzchen und leicht nährstoffhaltige Erde, die sogar mal austrocknen darf, und sie bringen mit ihren sternförmigen Blüten Farbe in die Beete und Töpfe. Zudem sind Astern mit offener Blüte für die letzten Schmetterlinge, Hummeln und Bienen reiche Nektar- und Pollenlieferanten in einer Jahreszeit, in der viele Blumen ihre Blüte beenden. Heidepflanzen wie die einheimische Calluna vulgaris oder die frostempfindliche Erica gracilis sorgen für flächige Farbtupfer, denn sie blühen mit unzähligen winzigen Blütenglocken – und bleiben je nach Sorte den ganzen Winter schön. Beide Arten bevorzugen lockere bis steinige, möglichst kalkarme Böden und sollten nicht austrocknen. Weitere farbige Akzente auch im Schnee setzen Scheinbeere (Gaultheria procumbens) oder Topfmyrte (Gaultheria mucronata). Ihre weißen, rosa oder roten Beeren hängen den ganzen Winter an den kleinen, immergrünen Büschen. Sie gehören ebenfalls zur Gruppe der Moorbeetpflanzen und stellen ähnliche Ansprüche an Boden und Pflege. Mit diesen Pflanzkombinationen holt man sich den goldenen Herbst in den Garten oder auf die Terrasse – und startet natürlich auch schon die Planung für das nächste Jahr: Die Blütenpracht im Frühling sichern viele verschiedene Blumenzwiebeln, die jetzt gesetzt werden. Landgard Checkliste: Gartenarbeit im Herbst · Verblühte Sommerblumen zurückschneiden · Kranke, verletzte oder zu lange Äste von Sträuchern schneiden · Laub vom Rasen regelmäßig entfernen · Laub in den Beeten als Winterschutz belassen · Ziergräser und Herbstblüher pflanzen · Blumenzwiebeln fürs nächste Jahr setzen FEUERWERK DER FARBEN: Herbstliche Pflanzkombinationen mit Gräsern und Heide verschönern Garten und Balkon. Fotos: Landgard

neuewoche. MITTWOCH, 8. November 2017 11 SIEHT FAST AUS WIE WEIHNACHTEN: Ein Garten kann auch im Winter attraktiv sein, wenn man dies schon bei der Pflanzenauswahl berücksichtigt. Foto: Adobe Stock Es lohnt sich auch in der kalten Jahreszeit, nicht nur den Garten oder das Beet als Ganzes, sondern auch einmal eine einzelne Pflanze genauer zu betrachten. Was auf den ersten Blick verborgen bleibt, ist, dass kaum eine Pflanze genauso gleichmäßig und gerade gewachsen wäre, würde nicht hin und wieder der Mensch mit Schere oder Astsäge ein wenig nachhelfen. Über Jahrhunderte haben sich Schnitttechniken entwickelt, die noch heute von Gartenprofis angewandt werden. Besonders intensiv geschieht dies schon in der Baumschule, denn hier wird mit gekonntem Erziehungsschnitt eine optimale Entwicklung der Pflanze erzielt. Wann und wie stark die Baumschulgärtner Äste und Zweige kürzen, hängt von den Wuchseigenschaften der verschiedenen Gehölze ab. Einige vertragen den Schnitt so gut, dass sie sich mit entsprechendem Können und etwas Geduld in alle erdenklichen Formen verwandeln lassen. Ob Hecke, Kugel oder Skulptur – immergrüne Formgehölze fallen gerade jetzt im Winter besonders ins Auge, wenn im Garten längst alle Sommerblüten verschwunden sind. Mit Reif, Eis oder Schnee bedeckt Ein Garten kann auch im Winter attraktiv sein, wenn man dies schon bei der Pflanzenauswahl berücksichtigt. Für Stauden und einjährige Blütenpflanzen, die im Sommer den Garten Immergrünes Leben, formschön gewachsen Und das nicht nur zur Sommerszeit: Wenn man in einem abwechslungsreich bepflanzten Garten spazieren geht, ist es ein Genuss fürs Auge, einzelne grazil gewachsene Sträucher und Bäume aus nächster Nähe wahrzunehmen. sehr robust für viele Standorte und in verschiedene Bodenverhältnisse. Nicht ohne Grund ist der Buchs seit Jahrhunderten der Klassiker in der Gartengestaltung. Seine weite Verbreitung wird ihm jedoch gerade zum Verhängnis: Buchsbaumzünsler, Blattfallkrankheit (Cylindrocladium) und Buchsbaum- Triebsterben – die Pflanze leidet vielerorts stark unter Schädlings- und Krankheitsbefall, die sich rasend schnell verbreiten. Die Baumschulen suchen derzeit nach resistenten Sorten und Alternativen für den Buchs. In Frage kommen etwa die Japanische Stechpalme (Ilex crenata), die Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida) oder Zwerg-Liguster (Ligustrum vulgare). Damit die Pflanzen in Form bleiben, lohnt es sich, einen Schnittkurs zu besuchen, den viele Baumschulen anbieten. Wer sich für eine langsam wachsende Art oder Sorte entscheidet, hat den Vorteil, dass diese weniger häufig geschnitten werden müssen – etwa statt zweimal nur einmal im Jahr. Diese Pflanzen sind in der Regel etwas teurer in der Anschaffung, da ein langsamer Wuchs bedeutet, dass es wesentlich länger dauert, bis sie eine verkaufsfähige Größe erreicht haben. Welche Pflanze sich für den eigenen Garten am besten eignet, erfährt man am besten bei einer persönlichen Beratung. BdB STRAHLENDES GELB: Der gelbholzige Hartriegel (Cornus stolonifera ‚Flavimarea‘) vertreibt mit seiner Färbung, die ins Limettengrüne übergeht, jeden Winter-Blues. mit Farbe erfüllen, bieten immergrüne Hecken den perfekten Rahmen. Im Winter übernehmen sie dann selbst die Hauptrolle, indem ihr Grün dem Garten seine Lebendigkeit erhält. Laubabwerfende Bäume und Sträucher besitzen allerdings auch einen winterlichen Charme, da die Strukturen ihrer Rinde und ihres Astwerks erst jetzt sichtbar werden. Ganz ohne Grün kann dies jedoch etwas farblos wirken. Neben immergrünen Bodendeckern und Kletterpflanzen wie dem Efeu (Hedera helix) sind Formgehölze die beste Möglichkeit, dem Garten im Winter Atmosphäre zu verleihen. Wenn die Temperaturen unter null Grad fallen, entfalten die Pflanzenskulpturen mit Reif, Eis oder Schnee bedeckt einen zusätzlichen Reiz. Es muss nicht immer Buchs sein In Baumschulen finden Gartenbesitzer ein breitgefächertes Sortiment immergrüner Formgehölze, denen der winterliche Frost nichts anhaben kann – von niedrigen Hecken, die nicht höher als 20 Zentimeter wachsen, bis zu übermannsgroßen Bäumen und Sträuchern. Eins der beliebtesten Formgehölze ist der Buchsbaum (Buxus): Ihn zeichnet seine sehr gute Schnittverträglichkeit aus und galt bisher als DER WINTER KANN KOMMEN: Der rotholzige Hartriegel (Cornus alba ‚Sibirica‘) bringt leuchtende Wärme in den Garten – und das auch bei Schnee und Eis. Fotos: BdB

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