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08.05.2019 GARTEN

08.05.2019

Jetzt geht’s richtig los im Garten Sobald die Eisheiligen überstanden sind, kann es im Garten richtig losgehen: Dann dürfen wir endlich auch die frostempfindlichen Knollen in den Boden bringen wie Dahlien. Damit die Blütenpracht im Sommer so eindrucksvoll wie möglich wird, sollte man beim Pflanzen jedoch einige Punkte beachten. Welche das sind, verrät Carlos van der Veek: Der Niederländer ist ein wahrer Blumenzwiebelspezialist und hat so einige Tipps und Tricks auf Lager. Wärmeliebende Exoten: Dahlien mögen lockeren Boden Dahlien stammen ursprünglich aus Mexiko. Da ist es nicht verwunderlich, dass es die Exotinnen warm mögen. „Dahlien brauchen einen sonnigen Standort, denn nur dort können sie sich optimal entwickeln“, betont van der Veek. „Der Boden sollte locker und gut drainiert sein, damit das Gießund Regenwasser versickern kann. Ist NOLLEN der Boden zu lehmig, kann eine Schicht grober Sand helfen.“ Die Knollen der Dahlien erinnern an Hände und werden mit der Triebspitze nach oben flach in die Erde gebracht – die „Finger“ liegen dann fast waagerecht im Boden. Um das Wurzelwachstum anzuregen, ist es wichtig, nach dem Pflanzen gut zu gießen. Ein weiterer Tipp: Schneidet man die Spitzen der Knospen ab, sobald die Dahlien eine Höhe von rund zwanzig Zentimetern erreicht haben, verzweigen sich die Pflanzen und entwickeln eine größere Blütenpracht. Von wegen Schattengewächs: Zantedeschia bevorzugt Sonne In Bezug auf die Zantedeschia (besser bekannt als Calla) gibt es einige Irrtümer. So kennen viele Pflanzenfreunde sie ausschließlich unter dem Namen „Zimmercalla“ und verorten sie daher ausschließlich Indoor, dabei gibt es eine Reihe Knollen-Zantedeschia, die sich im Garten wunderbar bewährt haben. „Man liest auch häufig, dass die Zantedeschia ein Schattengewächs sei. Das stimmt aber nicht: Sie stammt aus den Tropen und wünscht sich pralle Sonne“, betont der Niederländer. Ihre Sie lieben die Sonne über alles. Und darüber hinaus bevorzugen die aus Mexiko stammenden Dahlien auch einen lockeren Boden. Fotos: Fluwel Knollen kommen ungefähr zehn Zentimeter tief in die Gartenerde, denn zu ihren Wurzeln an der Unterseite entwickeln die Pflanzen auch Wurzeln oberhalb der Knolle. Im Anschluss sollte nur sparsam gegossen werden, sonst entwickeln sich die Blätter zu schnell und zu stark und lassen den Blüten nicht genügend Raum. Anemone coronaria im späten Frühjahr pflanzen Bei der Anemone coronaria ist es die Pflanzzeit, die viele Gartenfreunde verwirrt. „In fast allen Gartenbüchern und Blogs ist zu lesen, dass ihre Knollen von Herbst bis Winter in den Gartenboden gesetzt werden sollten. Ich empfehle aber, sie erst im späten Frühjahr zu pflanzen“, so der Blumenzwiebelspezialist. „Nach meiner Erfahrung entwickelt sich die Garten-Anemone dann viel besser.“ Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Ideal ist ein durchlässiger, leicht sandiger Boden. Dort kommen die knorrigen Knollen, die wie ein hartes Stück Holz aussehen, fünf bis acht Zentimeter tief in die Erde. Noch ein Tipp: Legt man sie im Vorfeld für einige Tage in Wasser, regt man damit das Wachstum an. gpp Moderne Dekorationen mit Geranien Geranien? Modern? Anders, als mancher glauben mag, ist das schon längst kein Widerspruch mehr. Die klassische Sommerblüherin, die bereits im 19. Jahrhundert in ganz Europa Terrassen, Balkone und Fensterbänke zierte, präsentiert sich heute als pflegeleichte Lifestyle-Schönheit, die durch eine immense Sortenvielfalt besticht und sich in modernen Pflanzgefäßen überraschend zeitgemäß inszenieren lässt. Bringt man die Knollen der Anemone coronaria im Frühjahr in den Boden, entwickelt sich die Pflanze am besten. stock.adobe.com/littlestocker Viele der aktuellen Geraniensorten erinnern nur noch entfernt an die klassische Sommerpflanze aus Großmutters Balkonkasten. Mit zahlreichen Farbtönen und einem beeindruckenden Reichtum an unterschiedlichen Blüten- und Wuchsformen kommen gerade neuere Züchtungen auch bei jüngeren Menschen gut an. Neben roten, rosafarbenen und weißen Geranien gibt es mittlerweile gelbe, orangefarbene, pinke, fliederfarbene sowie unzählige mehrfarbige Varietäten. Darüber hinaus findet man zusätzlich zu den Standardsorten und -wuchsformen Geranien in Pyramidenform, als Busch, Hochstämmchen, Rank- oder Zimmerpflanze. Farbenfrohe Trendsetterin im Haus: Die Edelgeranie Im Innenbereich punktet besonders die Edelgeranie. Die Schönheitskönigin unter den Geranien wurde ursprünglich als Zimmerpflanze gezüchtet. Sie fügt sich gut in ein modernes Ambiente ein und bringt mit ihren herrlichen Blüten Farbenpracht ins Haus. Doch auch andere Geranienarten versprühen Sommerstimmung und gute Laune. Kombiniert mit modernen Töpfen und Gefäßen, die sich durch klare Linien und schlichtes Design auszeichnen, wird eine moderne Art der Pflanzenpräsentation ermöglicht, die zum Beispiel die klassischen stehenden Geranien in ein völlig neues Licht rückt. Blühendes Willkommen: Geranien im Eingangsbereich Geranien sind farbenfroh, blühfreudig und ausgesprochen pflegeleicht. Das macht sie zu einer idealen Besetzung für ein blühendes Willkommenskomitee vor dem Haus. Selbst gestaltete Betongefäße zum Beispiel – das Internet ist voll von Anleitungen für Do-it-yourself-Anhänger - sind ein schöner Blickfang und bieten den blühenden Geranien reichlich Platz, um üppig zu gedeihen. Für alle, die nicht gern selbst gestalterisch tätig sind, gibt es heute eine große Auswahl moderner Pflanzgefäße, in denen auch klassische Geraniensorten alles andere als altmodisch wirken. Aufgrund ihres kaskadenartigen Wuchses eignen sich Hängegeranien, auch Peltaten genannt, besonders gut für Blumenampeln und andere schwebende Pflanzgefäße. Für Abwechslung sorgt hier die Kombination mit grünen Rankpflanzen. Tipp: Geranien benötigen neben viel Platz und Wasser auch reichlich Licht, der Standort sollte deshalb sonnig bis maximal halbschattig sein. Und weil sie keine Staunässe vertragen, muss an eine ausreichende Drainage-Schicht gedacht werden, wenn sie in Gefäße ohne Ablauf gepflanzt werden. Herrliche Blickfänge auf Balkon und Terrasse In modernen Pflanzgefäßen werden Geranien in aktuellen Farbtönen zu herrlichen Blickfängen auf Balkon oder Terrasse. Im gut sortierten grünen Fachhandel ist eine breite Palette unterschiedlicher Geraniensorten ebenso erhältlich wie eine große Auswahl attraktiver Pflanzgefäße. pfe Fotos: pfe

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