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03.01.2018 NEUE WOCHE

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neuewoche. Mittwoch, 3.

neuewoche. Mittwoch, 3. Januar 2018 8 Wer will mich? Die wohl aktivste Streetworkerin in Sachen Katzenschutz im Kreis hat uns mit zauberhaften Neuzugängen beglückt, die derzeit in einem unserer Kinderzimmer wuseln. Die beiden zauberhaften Muttermiezen Schnucki (Schildpatt, Mutter der Schwarzen) und Cami (Brauntiger und Mutter der Tigerchen) kümmerten sich prima um ihre Kleinen, nun sind sie alle startklar für den Umzug in ein eigenes Leben bei hoffentlich prima Menschen. Schauen Sie rein! Die tierische neuewoche. Aktion CAMI & SCHNUCKIS RASSELBANDE: Bitte beachten Sie die Updates auf unserer Facebookseite. JACKE AN, MÜTZE AUF UND RAUS AN DIE FRISCHE LUFT: Die große Vogelzählung ist ein Heidenspaß für Jung und Alt. Und bei der „Stunde der Wintervögel“ lernt man garantiert mehr als mit jeder Vogel-App. Foto: Nabu Macht sich der Star rar? Nabu ruft wieder auf zur „Stunde der Wintervögel“: Die große Vogelzählung findet statt vom kommenden Freitag, 5. bis Sonntag, 7. Januar. Bei der letzten Wintervogelzählung Anfang 2017 hatten sich deutlich weniger Vögel gezeigt als gewohnt, in Baden-Württemberg wurden zum Beispiel 40 Prozent weniger Kohlund Blaumeisen gezählt. Diesen Winter scheinen im Südwesten wieder mehr gefiederte Gäste unterwegs zu sein. Ob dieser Eindruck stimmt, wird nun überprüft: Von 5. bis 7. Januar veranstaltet der Nabu mit seinem bayerischen Partner LBV die bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“. „Die einzigen Voraussetzungen fürs Mitzählen sind Interesse und Freude an der Vogelwelt. Ausgestattet mit Stift und Papier zählt man eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem Nabu – fertig“, erklärt Vogelfachmann Stefan Bosch. Damit nicht zum Beispiel dieselbe Amsel mehrfach gezählt wird, meldet man die höchste Anzahl von Amseln, die sich im Lauf der Stunde gleichzeitig zeigt. Die Ergebnisse können online unter www.stundederwintervoegel.de erfasst werden. Alternativ kann man sie am 6. und 7. Januar zwischen 10 und 18 Uhr durchgeben unter der kostenlosen Rufnummer 0800.1157-115. Unter allen freiwilligen Zählerinnen und Zählern verlost der Nabu hochwertige Preise – vom Fernglas über Bücher bis hin zu Vogelnistkästen. Im Mittelpunkt der Aktion stehen Vogelarten des Siedlungsraums wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Es ist aber auch wieder mit seltenen Exemplaren wie Seidenschwanz, Bergfink, Erlen- und Birkenzeisig zu rechnen. „Im letzten Winter sind deutlich weniger skandinavische und russische Wintergäste als sonst zu uns gekommen“, berichtet Bosch: Vögel, die sonst zu uns fliegen, haben offenbar aufgrund der wärmeren Witterung und eines großen Nahrungsangebots in Polen, Russland und im Baltikum überwintert. „Dieses Mal schauen wir natürlich auch darauf, wie es um den Star als Vogel des Jahres bestellt ist“, ergänzt Bosch (siehe auch Seite 9). Der Nabu-Fachmann ist gespannt, ob sich der Trend fortsetzt und wieder viele Exemplare im Land geblieben sind, statt Richtung Mittelmeerküste zu ziehen. Bei der Zählung Anfang 2017 waren im Vergleich zum Vorjahr über 20 Prozent mehr Stare gesichtet worden. Angesichts milderer und kürzerer Winter finden die schillernden Singvögel hierzulande immer häufiger genügend Nahrung. Da die Ergebnisse umso zuverlässiger sind, je mehr Menschen mitmachen, hofft der Nabu, dass sich die Beteiligung weiter positiv entwickelt. 2017 war erstmals die 10 000er-Marke übersprungen worden, es haben mehr freiwillige Zähler mitgemacht als je zuvor. Die Ergebnisse der bundesweit größten wissenschaftlichen Mitmachaktion liefern wertvolle Rückschlüsse auf die Entwicklung der heimischen Vogelbestände. „Das ist wichtig, wenn wir zum Beispiel die Auswirkungen von Krankheitserregern auf die Vogelwelt einschätzen wollen. Aber auch im Zusammenhang mit dem dramatischen Insektensterben und dessen Folgen für die Vögel“, erläutert Bosch. Info zur Aktion, eine Zählhilfe und Porträts der häufigsten Vogelarten: www.stundederwintervoegel.de. TEL. 07329 2203960 E-Mail: cgrigereit@yahoo.co.uk SAM: männlich, kastriert, *08/2017 Ich wurde gemeinsam mit meiner Schwester Samira im Wald aufgegriffen, ob wir da zufällig gelandet sind ist unklar. Derzeit wohnen wir getrennt (da ich erst hier im Tierheim kastriert wurde und die öden Pfleger kein Risiko eingehen wollten). Sehr alt bin ich noch nicht, geboren etwa im August 2017, also noch grün hinter den Ohren. Menschen die ich bereits kenne mag ich, die bringen Futter und streicheln, mit fremden muss ich erst noch etwas warm wer- den. Wie ich mich mit anderen Kaninchen verstehe ist unklar, doch da ich ja mit meiner Schwester aufgewachsen bin müsste das kein Problem geben. PÜPPI & LEO: Püppi tauchte Anfang August 2017 an einem Seniorenheim auf, die Suche nach etwaigen Haltern der hochträchtigen Katze verlief ergebnislos. So wurde die freundliche Mutzel geborgen und an einer Pflegestelle untergebracht, wo sie am 13.08.17 ihre zauberhaften Babys zur Welt brachte und ihnen eine ganz hervorragende Mama war. Inzwischen durften ihre Kleinen ins neue Leben starten - bis auf ihr Söhnchen Leo, das sehr an seiner Mutti hängt.Leo und Püppi sind sehr verspielte und verschmuste Mullen, mit denen viel Leben und Schnurren in die Bude kommt. Die beiden suchen daher einen gemeinsamen Platz, an dem sie im Frühjahr, wenn sie sich gut eingewöhnt haben und auch Leo von seiner neuen Familie zur Kastration gebracht und gekennzeichnet sowie registriert wurde, durch ihren Garten streifen dürfen, der nicht an einer belebten Verkehrsstraße liegen sollte. Sie möchten Püppi und Leo kennenlernen und ihnen ein guter Mensch fürs Leben sein? Frau Grigereit freut sich auf Ihren Besuch. MICKY: * Mai 15, Freigängerin nach gründlicher Eingewöhnung inruhiger Umgebung Micky kam als Abgabetier zu uns. Man sieht ihr auf den ersten Blick an, dass sie ein ganz liebes Mädchen, aber zwischen den vielen anderen Katzen hier einfach nicht zuhause ist. Micky wünscht sich liebe Leute, die sich um sie kümmern und bei denen sie jene ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt, die sie auch verdient. Sie wohnen in verkehrsarmer Umgebung und möchten dem Knaben im besten Alter ihr Herz und Heim schenken? JASKO: Deutscher Schäferhund * Anfang 2016, männlich, unkastriert Wurde am 03.04.2017 freilaufend in Dettingen aufgefunden. Bisher hat sich niemand gemeldet, dem der junge Rüde gehört. Kreistierschutzverein Heidenheim • Tel. 0 73 21/4 11 00 Tierheim · Wilhelmstr. 300 · www.kreistierschutzverein.de BIC: GENODES1 HDH • IBAN: DE 8263 2901 1001 0211 1006

neuewoche. Mittwoch, 3. Januar 2018 9 WÜRDE BEI JEDEM CASTING ABRÄUMEN: Der Star (Sturnus vulgaris, im Bild ein Männchen im Prachtkleid) ist der „Vogel des Jahres 2018“. Foto: Nabu Ein schillerndes Showtalent Der Star ist der „Vogel des Jahres 2018“. Jedes Kind kennt ihn, doch sein Bestand nimmt stetig ab, deshalb muss sein Lebensraum - Streuobstwiesen und Weideflächen – erhalten werden. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den Star (Sturnus vulgaris) zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt. Der schillernde Singvogel löst den Waldkauz ab. Aus Kinderliedern kennen alle den Star. „Doch der vielseitige, plauderndschwätzende Gesang des Stimmkünstlers ist seit Jahren im Südwesten immer seltener zu hören“, sagt Stefan Bosch, Vogelschutzexperte des Nabu Baden-Württemberg. „Es fehlt ihm zunehmend an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung, besonders verursacht durch die industrielle Landwirtschaft“, führt Bosch aus. In Baden-Württemberg gibt es über das ganze Land verteilt noch etwa 320000 Brutpaare – damit ist der Star hier der zehnthäufigste Brutvogel. „Der Star ist ein echtes Showtalent und würde bei jedem Casting abräumen“, sagt Bosch. Optisch bilden Männchen und Weibchen ein hübsches Paar – er mit metallisch glänzendem Gefieder, sie im mit hellen Punkten verzierten Prachtkleid. „Stimmlich ist der Star ein Könner der Imitation. Zudem bieten Starenschwärme im Frühling, aber auch im Herbst vor dem Vogelzug, einen faszinierenden vielstimmigen Chorgesang“, so der Ornithologe. Vor allem die Schwarmflüge sind ein spektakuläres Naturschauspiel, obwohl die Kurzstreckenzieher zunehmend bei uns im Südwesten überwintern. In Deutschland ist der Bestand in nur zwei Jahrzehnten um eine Million auf inzwischen drei bis 4,5 Millionen Paare zurückgegangen. Die Zahl schwankt, abhängig vom Nahrungsangebot und dem Bruterfolg im Vorjahr. „Am Bodensee hat die Zahl der Brutpaare zwischen 1980 und 2010 um ganze 38 Prozent abgenommen“, rechnet Bosch vor. „Wichtig für den Star ist – wie für viele gefährdete Vogelarten der Agrarlandschaft – wieder mehr Wiesen und Weiden extensiv zu nutzen, das heißt seltener und zur richtigen Zeit zu mähen, sowie Stoppelbrachen zu erhalten“, erklärt der Vogelschützer. Stare brüten oft in Kolonien, sofern genügend Baumhöhlen zur Verfügung stehen, beispielsweise in Hartholzauen, Laub- und Mischwäldern oder Streuobstwiesen, aber auch oft in Dörfern und Städten. Dort bauen sie ihre Nester in Nistkästen oder Hohlräume an Dächern und Fassaden. Nahrung finden sie in nahe gelegenen Grünflächen, Kleingärten und auf Friedhöfen. Doch auch im Siedlungsgebiet schwindet der Lebensraum des Singvogels durch Bauvorhaben und Sanierungen. Der Star ist kein Kostverächter: „Seine Nahrung ist vielseitig und besteht aus allerlei Kleintieren und Früchten. Die stark industrialisierte Landwirtschaft mit ihren Spritzmitteln und damit einhergehend dem Schwund von Insekten macht auch dem Star zu schaffen. „Wer dem Star und anderen Vögeln im Garten etwas Serie in der Neuen Woche (Teil 1): Natur des Jahres 2018 Für alle Naturliebhaber zum Ausschneiden und Sammeln Gutes tun will, verzichtet auf Insektizide und gestaltet seinen Garten naturnah, etwa mit einer Beerenhecke“, rät Bosch. Geeignete Nistplätze fehlen dort, wo alte Bäume mit Bruthöhlen entfernt werden. Hier können Gartenbesitzer helfen, indem sie neue Hochstämme pflanzen, die später bezogen werden können.

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